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Sarah Kohr - Mord im Alten Land

Berlin. Gewagte Stunts statt weiblicher Intuition: Mit der knallharten Sarah Kohr geht im ZDF ein neuer Frauentyp auf Mörderjagd.

Sarah Kohr - Mord im Alten Land

Sarah Kohr (Lisa Maria Potthoff) wird zu Thomas Lichters (Marcus Mittermeier) Geisel. Foto: Manju Sawhney/ZDF

Sie ist die einsame Wölfin unter den TV-Ermittlerinnen: Sarah Kohr, gespielt von Lisa Maria Potthoff („Dampfnudelblues“), geht ihre eigenen Wege jenseits der Vorschriften.

Die wortkarge Powerfrau, die sich auch mal mit Männern prügelt, bildet den Gegenentwurf zu femininen Diven mit Dienstmarke wie Bella Block (Hannelore Hoger) oder Eva-Maria Prohacek (Senta Berger).

Bei ihrem TV-Debüt im ZDF vor vier Jahren konnte die kampferprobte Hamburger Kommissarin Kohr 5,68 Millionen Zuschauer (16,8 Prozent Marktanteil) vor die Bildschirme locken. An diesem Montag läuft um 20.15 Uhr der zweite Fall unter dem Titel „Sarah Kohr - Mord im Alten Land“.

Auch diesmal gibt es wieder reichlich blaue Flecken, diese Frau schont sich wirklich nicht. Im Alten Land, dem nur scheinbar idyllischen Obstanbaugebiet vor den Toren der Hansestadt, wird in einem biochemischen Labor eine Frau ermordet. Sarah Kohr kommt zu spät, aber der dringend tatverdächtige Laborant Thomas Lichter (Marcus Mittermeier) kann verhaftet werden. Vor Gericht kidnappt Lichter die Zeugin Kohr und flieht mit ihr ins Alte Land.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt dämmert es Sarah, dass dieser Verdächtige zwar viel Angst hat, aber niemals im Leben der gesuchte Mörder sein kann. Ein knallharter, eher düsterer Krimi zwischen Obstplantagen, finsteren Bauernhöfen und endlosen Deichen nimmt seinen Lauf. Die Spuren führen zu einer Art Düngermittelmafia, die mit skrupellosen Mitteln die Obstbauern erpresst und über Leichen geht.

Regisseur Marcus O. Rosenmüller („Wunderkinder“) und sein Drehbuchautor Timo Berndt konzentrieren sich allerdings ganz auf ihre schlagfertige Protagonistin, die von Hauptdarstellerin Lisa Maria Potthoff laut ZDF-Pressetext so beschrieben wird: „Sie ist mit den Männern auf Augenhöhe: Zwar bindungsgestört, wie viele Männer, doch gleichzeitig in der Lage, Gewalt einzusetzen, wenn es sein muss, und auch ihre körperlichen Reize“.

Und natürlich hat diese Frau auch ein Privatleben. Sie ist immer noch verliebt in den Staatsanwalt Anton Mehringer (Herbert Knaup), mit dem sie vor Jahren eine Affäre hatte.

Aber inzwischen ist der Jurist eher glücklos mit der ehrgeizigen Kommissarin Anna (Stephanie Eidt) verheiratet. Und exakt mit dieser gnadenlos eifersüchtigen Anna soll Sarah jetzt den Fall aufklären. Eine brisante Konstellation, aber zum Glück gibt es noch den kurz vor seinen Pensionierung stehenden Kommissar Dietmar Liebknecht (Rudolf Kowalski). Dieser unscheinbare Mann im Hintergrund, der an Parkinson leidet und notorisch unterschätzt wird, bildet den Gegenpol zur impulsiven Protagonistin.

Laut ZDF soll die Reihe mit der unkonventionellen Sarah Kohr fortgesetzt werden. Weiterhin mit dabei sein wird auch Herbert Knaup als Staatsanwalt. Am Ende sitzen die beiden fast schon wie ein altes Ehepaar auf einer Bank hoch auf dem Deich. Ein starkes, sympathisches Team, auch wenn die Kohr nun wirklich keine Teamplayerin ist.

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