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G20

Sarkozy ermahnt Berlusconi zum Handeln

Cannes Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat den angeschlagenen italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi zum entschlossenen Kampf gegen die Schuldenkrise aufgefordert. „Er weiß selbst, dass es darum geht, das (Reform- und Spar-)Paket nun umzusetzen“, sagte Sarkozy am Donnerstagabend in Cannes nach Abschluss des ersten Tages des G20-Gipfels.

Sarkozy ermahnt Berlusconi zum Handeln

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy ist Gastgeber des G20-Gipfels. Foto: Kerim Okten

„Ich habe Vertrauen in die italienische Wirtschaft“, sagte Sarkozy. In diesem Zusammenhang erwähnte er allerdings Berlusconi nicht. Der römische Regierungschef hatte es nicht geschafft, vor dem Gipfel Sparversprechen in konkrete Gesetze zu gießen.

Auch bei den Beratungen der G20-Mitglieder habe die Schuldenkrise in der Eurozone eine bedeutende Rolle gespielt, sagte Sarkozy. Es gebe den Willen, bei der Stärkung des europäischen Krisenfonds EFSF schneller voranzugehen als ursprünglich geplant. Auch die USA und andere Partner zögen bei diesen Anstrengungen mit. Sarkozy räumte ein, dass die vor allem von Frankreich und Deutschland forcierte Finanztransaktionsteuer nach wie vor international sehr umstritten ist. Brasilien und Argentinien hätten aber versichert, keine grundsätzlichen Einwände zu haben. Traditionelle Gegner des Vorhabens sind die USA und Großbritannien.

Sarkozy begrüßte die Bereitschaft des griechischen Premiers Giorgos Papandreou, auf das umstrittene Referendum zu den EU-Milliardenhilfen zu verzichten. „Das ist eine interessante Erklärung.“ Der Staatschef unterstrich die Zusammenarbeit mit Kanzlerin Angela Merkel in der Schuldenkrise. „Die Achse Frankreich - Deutschland ist das Rückgrat der Eurozone.“ Er fügte hinzu: „Der Euro ist das Herz Europas, und Europa ist das Herz der französischen Politik.“

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