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Fußball: DFB-Pokal

Schalke gegen Köln - Paderborn peilt Viertelfinale an

Hamburg Die einen liegen auf der Couch und ordern Weihnachtsgeschenke, die anderen stehen bei Frost auf dem Trainingsplatz und müssen in die Saisonverlängerung. Die Spielplanmacher haben in den Fußball-Ligen die Winterpause ausgerufen, nicht aber im DFB-Pokal. Da steht am Dienstag und Mittwoch das Achtefinale auf dem Programm. Zwölf Bundesligisten sind noch im Geschäft, dazu drei Zweitligisten und ein Vertreter aus der 3. Liga. Den Knaller gibt’s am Mittwoch: Dann erwartet Titelverteidiger Bayern München den ewigen Rivalen Borussia Dortmund.

Schalke gegen Köln - Paderborn peilt Viertelfinale an

2:1-Sieg in der ersten Runde gegen St. Pauli: Der Paderborner Torschütze Christopher Antwi-Adjej (r.) feiert seinen Treffer zum 2:0 mit Massih Wassey (l.) und Sven Michel (M). In Runde zwei schalteten sie den VfL Bochum aus, jetzt kommt es zum Duell mit Ingolstadt. Foto: picture alliance / Friso Gentsch

Nicht ganz so erlesen, aber ebenfalls spannend geht es am Dienstag zu. Zwei Bundesliga-Duelle stehen im Mittelpunkt: der FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln (20.45 Uhr) und der 1. FSV Mainz 05 gegen den VfB Stuttgart (18.30 Uhr). Der VfL Wolfsburg muss beim Zweitliga-Dritten 1. FC Nürnberg (20.45 Uhr) eine ebenso knifflige Aufgabe erledigen wie Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt beim Drittliga-Zweiten SC Parderborn 07 (18.30 Uhr). Alle Spiele werden bei Sky gezeigt. Die ARD überträgt das Schalke-Spiel ebenfalls live und die anderen Partien in einer Zusammenfassung (21.42 Uhr).

Tedesco warnt

Im Duell des FC Schalke 04 gegen die Kölner ist die Favoritenrolle geklärt. Schalke als Tabellenzweiter hat wettbewerbsübergreifend seit zwölf Spielen nicht mehr verloren. Jetzt will die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco die Bundesliga-Hinrunde krönen. Der Coach spricht jedoch von einer „sehr, sehr sensiblen“ Partie. „Köln ist wieder beisammen. Die Mannschaft kann viel mehr, als ihr Tabellenplatz aussagt. Sie haben nichts zu verlieren. Das wird ein dicker Brocken für uns“, warnte der Trainer.

GELSENKIRCHEN In der Fußball-Bundesliga steht der 1. FC Köln mit nur sechs Punkten und neun Zählern Rückstand auf dem letzten Tabellenplatz. Der Vergleich mit dem FC Schalke 04 Anfang Dezember endete 2:2 unentschieden. Am Dienstag (20.45 Uhr/ARD) brauchen die Königsblauen im DFB-Pokal-Achtelfinale - dem letzten Spiel des Jahres - aber dringend einen Sieg. Vor der Partie sprach Trainer Domenico Tedesco über den neuen 1. FC Köln unter Trainer Stefan Ruthenbeck, den Abgang von Coke und seine Weihnachtswünsche.mehr...

Tabellen-Schlusslicht Köln will nach dem ersten Bundesliga-Sieg am vergangenen Samstag über den VfL Wolfsburg nachlegen. Laut Pokalhistorie stehen die Zeichen gut. Von bislang sechs Duellen mit Schalke haben die Kölner fünf gewonnen. Trainer Stefan Ruthenbeck spielt um eine Vertragsverlängerung. Sein Arbeitsverhältnis ist nur bis zur Winterpause befristet. „Wir haben ausgemacht, dass wir uns am Mittwoch zusammensetzen“, sagte Ruthenbeck.

Duell der Tabellennachbarn

Im Duell der Tabellennachbarn zwischen Mainz (14.) und Stuttgart (13.) haben die Platzherren einen psychologischen Vorteil. Seit acht Heimspielen sind die Mainzer gegen den VfB unbesiegt. Der letzte Sieg der Stuttgarter datiert aus 2005. „2017 war super bis auf die letzten vier Wochen. Wir haben noch mal die Chance, das noch ein bisschen in die richtige Richtung zu drücken“, sagte VfB-Trainer Hannes Wolf. Sein Mainzer Kollege Sandro Schwarz hat Personalprobleme. Vier Abwehr-Akteure fallen aus. Schwarz trotzig: „Die Chance, im DFB-Pokal zu überwintern, wollen wir uns nicht nehmen lassen.“

Zweitligist Nürnberg ist heiß auf Wolfsburg. „Die Spieler werden sich reinschmeißen, jeder ist willens, ein Riesenspiel zu liefern“, sagte Nürnberg-Trainer Michael Köllner, schränkte aber ein: Beim Vergleich der Kader „ist eigentlich klar, wer das Spiel gewinnt“. Die Statistik sagt aber Anderes aus: Von 14 Pflichtspielen beider Teams in Nürnberg konnten die Wolfsburger lediglich zwei gewinnen.

Paderborn gegen Ingolstadt

Als Drittligist im Feld fühlt sich der SC Paderborn pudelwohl. Der Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt ist den Westfalen kein Unbekannter. In der 2. Liga hatte man bereits achtmal das Vergnügen. Viermal siegte Paderborn, nur zweimal Ingolstadt. „Wir werden auf den Punkt fit sein“, verkündete Paderborns Trainer Steffen Baumgart. „Wir haben die bessere Qualität auf dem Platz“, erwiderte Ingolstadts Coach Stefan Leitl. Wer auch immer weiterkommt, sorgt für ein Novum: Noch nie stand eine der beiden Mannschaften im Pokal-Viertelfinale.

Von dpa

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