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Schermbecker jubeln doppelt

Handball

SCHERMBECK Mit einer Jetzt-erst-recht-Einstellung holten sich die Verbandsliga-Herren des SV Schermbeck in Oppum einen unverhofften Sieg. Die Schermbecker Damen verließen mit ihrem Sieg in Sterkrade die Abstiegsränge.

18.04.2010
Schermbecker jubeln doppelt

Damentrainer Arno Bisdorf konnte zufrieden sein.

 Das ist ein schöner Samstagabend für Burkhard Bell gewesen. Das 27:26 seiner SVS-Handballer in Krefeld-Oppum hat ihm ein zufriedenes Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Seine Laune stand in krassem Gegensatz zu seinem Gemütszustand am Freitag. Die Verletzung des zweiten Torhüters Phillip Busjan hatte sich als Bänderriss bestätigt und somit war die Verletztenliste noch länger geworden. Thomas Kuhn kam aber extra für diese Spiel aus Berlin zurück und aus der dritten Mannschaft stellte sich Benjamin Kiy bereit, der allerdings nicht einzugreifen brauchte. Dieser Einsatz motivierte auch die anderen noch gesunden Spieler. „Es machte sich eine Jetzt-erst-recht-Stimmung breit“, freute sich Bell über die Einstellung. Doch nicht nur die Einstellung, sondern auch das Resultat stimmte. Schermbeck hatte das Spiel in der ersten Halbzeit immer im Griff. Die Gäste lagen immer in Führung und hatten meist einen Vorsprung von zwei bis drei Toren. Zwei Spieler waren entscheidend für den Schermbecker Erfolg. Daniel Robert warf in Krefeld nicht weniger als zwölf Tore. Dabei vergab er sogar noch den einzigen Siebenmeter. Michael Nölscher drückte dem Spiel ebenfalls seinen Stempel auf. Er warf zwar kein einziges Tor, hatte aber immer die Fäden in der Hand. Abgesehen von den beiden Zeitstrafen stand Nölscher immer auf dem Parkett und bekam ein Extralob von Burkhard Bell. Nach dem Wechsel wurde es aber eng. Die Kräfte ließen merklich nach und Krefeld kam sechs Minuten vor dem Ende nicht nur zum Ausgleich, sondern ging auch mit 25:24 und 26:25 in Front. „Da habe ich befürchtet, dass nichts mehr geht, doch meine Jungs haben sich sehr clever angestellt,“ freute sich Bell. Daniel Robert traf zwei Mal zum Endstand und Keeper Niklas Bell rettete den verdienten Schermbecker Sieg mit einigen exzellenten Paraden.

Niklas Bell, Kuhn, Robert (12)m speckamp (4), Kerbstadt (2), Kiy, Kedzierski (3), Felisiak (2), Nölscher, Timmermann (1), van Berg.

Die Schermbecker Handballerinnen haben ihr Bestes getan, um den Klassenerhalt zu schaffen. Die Bisdorf-Sieben siegte beim Konkurrenten HC Sterkrade und verließ die Abstiegsränge wieder. In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer eine Partie, in der klar zu erkennen war, dass beide Mannschaften gegen den Abstieg spielen. Der Druck, der auf den Spielerinnen lastete, war förmlich zu spüren. Trainer Arno Bisdorf vermisste vor allem, dass seine Spielerinnen ihre Schnelligkeit ausnutzten. „Wir haben in den 30 Minuten nur einen Tempogegenstoß gespielt. Damit ist natürlich kein Match zu gewinnen,“ beobachtete der Coach die erste Halbzeit mit tiefen Sorgenfalten im Gesicht. Dementsprechend deutlich fiel auch die Pausenansprache in der Kabine aus. Bisdorf stellte klar, dass mit so einer Leistung der Abstieg nicht zu vermeiden sei. Seine Mannschaft hat ihn nicht nur gehört, sondern auch verstanden. Gleich in den ersten zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff sorgten die Schermbeckerinnen für eine Vorentscheidung. Die Gäste warfen nicht weniger als zehn Tore, und beim 17:10 stand der Schermbecker Erfolg so gut wie fest. Bis zum Spielende waren die Verhältnisse wieder ausgeglichen. Arno Bisdorf war natürlich sehr froh, dass er die Punkte mitnehmen konnte: „Bei der Verletztenmisere war damit nicht unbedingt zu rechnen. Ich bin aber froh, dass mir wieder so viel A-Jugendliche ausgeholfen haben.“ Die SVS-Damen gehen nun mit einem Punkt Vorsprung auf Sterkrade und Friedrichsfeld in die letzten beiden Spiele. Schon am kommenden Samstag wird es gegen den Tabellendritten Wesel ganz schwer: „Nach diesem Erfolg glaube ich aber, dass wir das letzte Heimspiel der Saison nicht verlieren.“

Alfers, Hebing, Langehegermann, Janina (3), Tina Heidermann (1), Brühan (6/2), Bisdorf, Dahklhaus (1), Felisiak (1), grömping (3), Besten (1), Becker (1), Kock, Franke (4).