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Schiri-Chef Fandel: Vorwürfe zügig aufarbeiten

Frankfurt/Main (dpa) Nach dem Krisengespräch in seiner Zentrale hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eine Aufklärung der Vorwürfe gegen einige Referees wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung angekündigt.

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Schiri-Chef Fandel: Vorwürfe zügig aufarbeiten

Herbert Fandel will möglichst schnell Klarheit schaffen. Foto: Jan Haas

«Das werden wir zügig in aller Ruhe aufarbeiten», sagte Herbert Fandel, Vorsitzender der Schiedsrichter-Kommission, in Frankfurt am Main. Der Verband hatte die Unparteiischen aus den drei höchsten Ligen zum Rapport bestellt.

«Die Spekulationen nützen uns nichts. Die Fakten werden am Ende rauskommen. Wir müssen Fakten schaffen und uns nicht treiben lassen von deutlich spürbaren öffentlichen Unruhen», betonte Fandel nach dem Gespräch mit rund 35 Referees. Details aus der Runde gab er aber nicht preis. «Das war insgesamt ein sehr positives, ein sehr gutes Gespräch.»

Bei dem außerordentlichen Treffen wollte die DFB-Spitze unter Präsident Theo Zwanziger darauf drängen, dass die unter Verdacht geratenen Bundesliga-Referees möglichst schnell und aktiv an der Aufklärung durch die Steuerbehörden mitwirken. Die Steueraffäre ist durch eine Anzeige des ehemaligen DFB-Schiedsrichter-Obmanns Manfred Amerell bei der Finanzdirektion in Augsburg ausgelöst worden.

DFB-Präsident Theo Zwanziger hatte im Vorfeld nicht ausgeschlossen, dass an den Vorwürfen über doppelt abgerechnete Kilometergelder oder Schwarzgeldkonten in Liechtenstein und der Schweiz etwas dran sein könnte. Wie «Spiegel Online» am Freitag berichtete, soll neben dem Weltverband FIFA auch der europäische Dachverband UEFA Honorare an deutsche Schiedsrichter auf Konten ins Ausland überwiesen haben.

Fandel kündigte an: «Wir müssen alles dafür tun, sachlich sauber die Dinge zusammenzustellen. Die steuerlichen Fragen, die existieren, sauber beantworten.» Steuern seien «zunächst eine private Angelegenheit eines jeden Einzelnen. Aber es ist auch klar, dass es an der Spitze eines professionellen Bereiches gewisse Grenzen geben könnte», betonte der ehemalige Spitzen-Referee.

Ob unter Verdacht stehende Unparteiische auch in naher Zukunft weiter in den Profi-Ligen pfeifen sollen, ließ Fandel offen. «Man kann den Schiedsrichtern auch nur anbieten, wenn sie den Druck auch empfinden, sie davon auch zu entbinden. Zu sagen, ich möchte im Moment keine Spiele leiten, bis die Sache gelöst ist.»

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