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Schroer zieht Lünten den Stecker

Fußball-Kreisliga A: FC Vreden siegt im Topspiel

Der FC Vreden wähnte sich gegen GW Lünten schon als der sichere Derbysieger. Doch Lünten stand wieder auf und wäre fast noch belohnt worden.

VREDEN

, 25.03.2018
Schroer zieht Lünten den Stecker

Jordy Koster (r.) wähnte sich mit dem FC Vreden nach 50 Minuten bereits auf der Siegerstraße. Doch Ludger Meese (M.) brachte GW Lünten mit zwei Toren zurück ins Spiel und bescherte den Zuschauern eine spannende Schlussphase. © Michael Schley

Kurz nach dem Seitenwechsel war das Derby zwischen dem FC Vreden und GW Lünten durch den Treffer zum 3:0 im Grunde vorentschieden. Doch: Die Gäste steckten nicht auf, trafen per Doppelschlag zum Anschluss und sorgten dafür, dass das Derby in Sachen Emotionalität und Spannung das hielt, was sich die Zuschauer versprochen hatten. Erst kurz vor dem Ende zog „Joker“ Benjamin Schroer mit dem Tor zum 4:2-Endstand den Stecker.

In ihrer Analyse waren beide Trainer wegen der Ereignisse zwiegespalten. „Natürlich bin ich zufrieden mit dem Ergebnis. Wir müssen uns aber cleverer anstellen, weniger hektisch agieren“, sah Vredens Coach Hendrik Sahlmer sogar noch ein Remis im Bereich des Möglichen. Gegenüber Stefan Bennink haderte mit den Nackenschlägen, die seine Mannschaft zu verkraften hatte. So musste Grün-Weiß in Hälfte eins schon doppelt verletzungsbedingt wechseln. „Die Art und Weise, wie wir die unglücklichen Begleitumstände weggesteckt haben, zeigt mir, dass das Team intakt ist. Die Entstehung der Gegentore und die Verletzungen hinterlassen aber auch einen Geschmack des klassischen gebrauchten Sonntags. Unnötig.“

In den ersten Minuten tasteten sich beide Kreisligisten ab. Auf unebenem Boden taten sie sich schwer, Spielfluss aufzunehmen. Zweikämpfe dominierten das Geschehen. Und so lauerte man auf Fehler des Gegners – und aus diesen resultierten die ersten Abschlüssen. Nachdem Bennink einen Strafstoß für seine Elf reklamiert hatte (10.), sorgten die Abschlüsse von Christopher Siepmann für Torgefahr (13., 30.). Auf der anderen Seite war es zweimal Marc van den Berg, der den gegnerischen Torhüter testete (9., 15.).

Ausgerechnet nach einem Eckstoß Lüntens konterte der FC die Gäste aus: Van den Berg zog auf und davon und setzte maßgerecht Alexander Wilma ein (31.). Der nächste Nackenschlag für Grün-Weiß war das unglückliche zweite Gegentor durch Alexander Buning mit dem Pausenpfiff – ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt (45.).

Offener Schlagabtausch

Gleich nach der Pause ließ Michael Wißing das 3:0 folgen (50.). Mitnichten eine Vorentscheidung. Ludger Meese brachte mit seinen Toren die Lüntener wieder heran (51., 59.). Was folgte, war ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Das Derby stand vor einer unerwarteten Wendung, die eben Schroer nach einem Eckstoß mit der Entscheidung noch abwenden konnte (86.).

FC Vreden - GW Lünten 4:2 FC Vreden: Kohlar - Barenborg, Damer (74. Gerichs) van den Berg, Wilma, Wißing (81. Frenefort), Elling (53. Schroer), Wissing, Buning, Koster, Tönsing. GW Lünten: Van Lochum - Bennink (19. Maiberger), Greve, Resing (89. Decker), Meese, Wegener, Siepmann, L. Steinbrenner (27. J. Steinbrenner), Beuting, Schering, Rietfort. Tore: 1:0 Wilma (31.); 2:0 Buning (45.); 3:0 M. Wißing (50.); 3:1, 3:2 Ludger Meese (51., 59.); 4:2 B. Schroer (86.). Zuschauer: 75