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Schwarzarbeit boomt

BERLIN Die Umwandlung der Arbeitslosenhilfe in das Arbeitslosengeld II im Zuge der Hartz-Reformen hat die Schwarzarbeit verstärkt.

„Die Schattenwirtschaft hat durch die Einführung des Arbeitslosengeldes II und die damit verbundene Senkung der Sozialleistung auf das Existenzminimum um rund sechs Milliarden Euro jährlich zugenommen“, erklärte der Wirtschaftswissenschaftler Professor Friedrich Schneider von der Universität Linz gestern im Gespräch mit  den Ruhr Nachrichten.

Durch die Absenkung sei der Anreiz erhöht worden, schwarz nebenbei Geld zu verdienen. „Durch die derzeitige Verteuerung bei Nahrungsmitteln ist tendenziell ein weiterer Anstieg der Schattenwirtschaft zu erwarten“, so Schneider. Die Einführung von Mini-Jobs habe demgegenüber zu einer deutlichen Absenkung geführt: „Die Schattenwirtschaft ist durch Mini-Jobs um 18 Milliarden Euro jährlich gesenkt worden“, so Schneider.

Schattenwirtschaft hat ein Volumen von 349 Milliarden Euro

 „Die Mini-Jobs waren die eigentlich geniale Maßnahme im Zuge der Reformen.“ Die inzwischen eingestellte Ich-AG sei dagegen weitgehend neutral in Bezug auf Anreize zur Schattenwirtschaft gewesen. Laut Schneider wird die Schattenwirtschaft 2007 in Deutschland ein Volumen von 349 Milliarden Euro erreichen und damit erstmals nach drei Jahren wieder steigen. 

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