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41-Jähriger gibt Messer-Attacke auf seinen Schwager zu

Verfahren eingestellt

SCHWERTE Opfer und Täter zeigten seltene Einigkeit am Ende des Prozesses. Der Messerstecher bekannte Reue und das Opfer räumte eine gewissen Mitschuld ein. Weniger einträchtig war es am 1. August 2008 beim Zusammentreffen der beiden zugegangen.

von Von Jana Peuckert

, 07.04.2010
41-Jähriger gibt Messer-Attacke auf seinen Schwager zu

Monatelang hatte der Ex-Mann seine Schwester mit Anrufen terrorisiert und gegen Kontaktsperren verstoßen. Zu einem klärenden Gespräch vor dem Schwerter Bahnhof brachte der 41-jährige Schwerter ein Klappmesser mit. Im Streit stach er dann zu. Allerdings ohne größere Folgen. Der Ex-Mann erlitt lediglich eine Schnittverletzung.

Nun musste sich der Bruder wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht Hagen verantworten. Nachdem der 41-Jährige den Vorwurf zunächst vehement abgestritten hatte, räumte er nach einem Beratungsgespräch mit seinem Verteidiger Christian Dreier die Tat doch noch ein. Das friedliche Gespräch sei damals eskaliert und in eine heftige Auseinandersetzung umgeschlagen. Da er sich durch seinen aufgebrachten Schwager bedroht gefühlt habe, hätte er das Klappmesser aus seiner Tasche geholt.

Der 41-Jährige zeigte jedoch Reue und gab zu, dass dies nicht der richtige Weg gewesen sei. Das Opfer erklärte am Mittwoch, dass sie beide sehr aufgeregt gewesen seien: „Wir haben uns angeschrien. Er ist sehr hart mit mir umgegangen, hat mich mit Worten angegriffen. Ich habe ihn mit meinen Äußerungen dazu gebracht, dass er mich angeschrien hat. Er war wie von Sinnen. Er hat ein Messer gezogen.“ Am Ende wurde das Verfahren gegen ein Geldbuße in Höhe von 600 Euro eingestellt. Zumal die Schwester bestätigte, dass ihr Ex den Telefon-Terror eingestellt habe.