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500 Hundhausen-Mitarbeiter in Kurzarbeit

Finanzmarktkrise

Die Krisengerüchte auf den Finanzmärkten schlagen auf die heimische Wirtschaft durch: Die Gießerei Hundhausen fährt Kurzarbeit. Und die 43 Leiharbeiter mussten zum 1. November gehen, erklärt Betriebsrats-Vorsitzender Reinhard Pilk.

SCHWERTE

von Von Reinhard Schmitz

, 07.11.2011

„Die Lage ist aber noch nicht so Besorgnis erregend“, beruhigt Pilk. Die Aufträge würden nicht wegbrechen: „Aber es kommt nichts mehr dazu.“ Statt der angepeilten Jahresproduktion von 68.000 Tonnen würde jetzt mit 64.000 Tonnen gerechnet. Denn der LKW- und Trailer-Markt, für den Hundhausen zu großen Teilen tätig ist, sei anfällig für Gerüchte aus der Wirtschaft.

Schon im Oktober wurde deshalb für 500 der 610 Mitarbeiter für drei Tage Kurzarbeit angemeldet. „Eigentlich für alle Bereiche, bis auf die Auszubildenden und die Altersteilzeit“, weiß der Betriebsratschef. Ebenfalls drei Kurzarbeitstage seien im November geplant, weitere im Dezember. Hier sei die Anzahl allerdings noch offen, weil eine größere Reparatur am Kupolofen anstehe. Derzeit sehe es so aus, dass wohl am 16. Dezember die letzte Schicht des Jahres gefahren werde: „Dann drei Tage Kurzarbeit, dann die Reparatur.“ Bis zum 9. Januar soll die Betriebspause dauern.

Durchschnittlich 60 bis 80 Euro im Monat – so rechnet Pilk vor – haben die Hundhausen-Mitarbeiter durch die Kurzarbeit weniger auf dem Lohnkonto. Noch härter getroffen seien aber die 43 Leiharbeitskollegen, die abgemeldet worden sind. Allesamt ehemalige Mitarbeiter, die in der vergangenen Wirtschaftskrise über den Sozialplan in die Transfergesellschaft wechseln mussten. Eigentlich wäre für viele von ihnen jetzt die Zeit reif gewesen für Vertragsangebote. Entweder für eine dreimonatige Verlängerung oder einen Jahresvertrag. Jetzt stehen sie kurz vor Weihnachten mit leeren Händen an. Bloß mit dem Versprechen, dass sie bei wieder steigendem Personalbedarf als Erste angerufen werden.

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