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AWO schließt Kindergarten am Westhellweg

Weniger Kinder

SCHWERTE Weniger Kinder bedeutet auch weniger Kindergärten. Trotz des immer größer werdenden Anteils an unter Dreijährigen in den Gruppen, schließt die AWo zum 1. August einen ihrer beiden Kindergärten am Westhellweg.

von Von Heiko Mühlbauer

, 07.04.2010

Das Zauberland bleibt, der Kindergarten Wilde Wiese, der räumlich im Familienzentrum liegt, wird formell geschlossen. Von den zwei Gruppen wird eine aufgelöst, und auf die Gruppen des benachbarte Zauberlands verteilt. „Die andere, mit kleineren Kindern, hat einen erhöhten Raumbedarf, und nutzt deshalb die Räume der Wilden Wiese weiter“, erläutert Charlotte Dittmann von der AWO. Formell gebe es dann aber nur noch das Zauberland.

„Holzen hat derzeit sieben Gruppen in vier Einrichtungen“, so Jugendamtsleiterin Charlotte Schneevoigt. Das ist angesichts der sinkenden Geburtenraten zu viel. Die Zahl der Kindergartenplätze in der Stadt sinkt zum 1. August aber auch, weil die Gruppen immer kleiner werden. Weitere fünf Gruppen werden im Sommer in die so genannte Gruppenform 1 übergehen. Das heißt sie nehmen bis zu sechs Kinder unter drei Jahren auf, reduzieren dafür aber die Gruppenstärke von 25 auf 20 Kinder.

Ob der jetzt massiv vorangetriebene Ausbau der Betreuung kleinerer Kinder auch für die Zukunft sinnvoll ist, vermag beim Jugendamt niemand zu sagen. Denn zum einen hat Berlin einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz auch für die jüngeren Kinder erlassen. Zum anderen soll es ab 2013 das Betreuungsgeld geben. „Wir können ja nicht wissen, wie viele Eltern das dann in Anspruch nehmen“, so Schneevoigt. Weitere Unwägbarkeiten bei der Planung sind der Arbeitsmarkt und die immer früheren Einschulungszeiten.

Seit Kibiz steigt die Nachfrage nach den längeren Betreuungszeiten. Vor allem die klassische Vormittagsbetreuung in den Kindergärten (25 Stunden) ist immer weniger gefragt. Der größte Teil der Eltern möchte die Kinder 35 Stunden im Kindergarten versorgt sehen. Stark gestiegen ist die Nachfrage nach den langen (und auch teureren) Betreuungszeiten (45 Stunden/Woche). Zum 1. August soll es in den dann verbliebenen 23 Schwerter Kindertageseinrichtungen 156 Plätze für Kinder unter drei Jahren und insgesamt 1331 Plätze. Der Kindergartenentwicklungsplan wird am 14. April im Jugendhilfeausschuss beraten.