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Als Haddschis kommen sie zurück

SCHWERTE Fünf Säulen stützen ihren Glauben. Um die letzte von ihnen Schritt für Schritt aufzubauen, machen sich jährlich 2,5 Millionen Muslime auf den Weg. „Haddsch“, das meist gesprochene Wort in diesen Tagen. Nach Mekka soll es gehen.

von Von Patrizia Carlucci

, 04.12.2007
Als Haddschis kommen sie zurück

Als Haddschis zurückkommen wollen die Muslime nach ihrer Mekka-Reise am 1. Januar.

Für 28 Muslime aus Schwerte begann der erste Schritt im Beckenkamp. Dort, wo die neue Moschee aufgebaut wird, herrschte am Sonntagnachmittag reges Treiben. Rund um einen Reisebus wurden Abschiedsküsse verteilt und Hände geschüttelt. Zahlreich waren die Gemeindemitglieder gekommen, um die Pilger zu verabschieden.Jeder Moslem muss einmal nach Mekka Jeder Moslem muss, Geld und Gesundheit vorausgesetzt, zur Vollendung seines Glaubens einmal nach Mekka, der Geburtsstadt des Propheten Mohammed, reisen. Bei den Wallfahrten unterscheidet man zwischen der kleinen Pilgerfahrt (Umra), auf die man jederzeit und individuell gehen kann, und der großen Haddsch, die im Dhu l´hiddscha, also dem letzten islamischen Kalendermonat, stattfinden muss. Aber erst nachdem die anderen vier Säulen – also das Glaubensbekenntnis, das Beten, das Fasten und die Armensteuer – den Glauben gefestigt haben und eine besondere Weihe (die Ihram) vergeben wurde, kann der Haddsch beginnen. Für die 28 Schwerter Muslime aber ist der richtige Zeitpunkt gekommen. Die meisten sind älter als 50, der mit Abstand Jüngste aber erst 24 Jahre alt.Weißes Gewand erste zermonielle Handlung „Zuerst geht es von Düsseldorf mit dem Flieger direkt nach Mekka“, erklärt Yenal Turan, ehemaliger Vorsitzender des Ausländerbeirats. Die erste zeremonielle Handlung dort wird das Anlegen eines weißen Gewandes sein. Am achten Tag findet die siebenmalige Umwanderung der Kaaba im Zentrum der Moschee statt. Am nächsten Tag steht die Besteigung des Berges Ararat an, wo die Pilger abends ihren Gott um Sünden-Vergebung bitten. Am zehnten Tag feiern sie in Mina das viertägige Opferfest, das auch von den daheim gebliebenen Moslems zelebriert wird. Rückkehr am 1. Januar vorgesehen In dieser Zeit findet die symbolische Steinigung des Teufels statt. Am 12. Tag wird der Weihezustand aufgehoben, offiziell ist der Hadsch aber erst mit der Rückkehr beendet. Am 1. Januar werden die 28 Pilger wieder zurück sein. Von da an dürfen sie sich Haddschis nennen, eine große Ehre. Und der Beweis, dass sie nun stehen, ihre fünf Säulen des Islams. 

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