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Anwohner fordern Lösung für die Hellpothstraße

Zu viel Verkehr

SCHWERTE Wenn an der Hellpothstraße ein LKW durchfährt, klappern die Fenster. Die Spiegel der Busse schrappen an der Hausecke entlang. Und bei Stau wird der Bürgersteig schon mal zur Ausweichstrecke für Motorradfahrer. Das Problem ist nicht neu, doch die Anwohner haben genug.

von Von Nicole Giese

, 23.04.2010
Anwohner fordern Lösung für die Hellpothstraße

Die Anwohner fordern ein Lösung für die Verkehrssituation in der Hellpothstraße.

Die Anwohner wollen endlich Lösungen für die Situation in der Altstadt. Am Donnerstagabend trafen sich Betroffene zum gemeinsamen Ortstermin. Unterstützt werden sie bei ihrem Anliegen von SPD-Ratsherr Wolfram Klüh und dem Landtagsabgeordneten Wolfram Kuschke. „Stellen sie sich mal abends hier hin: Dann ist es wie auf dem Nürburgring“, weiß Andrea Rosigkeit. Nur ein schmaler Bürgersteig trennt den Hauseingang von der Straße, im Winter spritzt der Schneematsch zuweilen bis in den Flur. Die weiße Hauswand, vor einigen Jahren gestrichen, ist längst wieder grau und dreckig.

Doch die Auswirkungen vor allem des Schwerlastverkehrs betreffen auch die Gebäudesubstanz. Anwohner Stefan Breuer hat 2002 ein denkmalgeschütztes Haus an der Hellpothstraße gekauft und aufwendig saniert. Mittlerweile ziehen sich tiefe Risse durch das Mauerwerk. „Die können nur von den Verkehrsbelastungen kommen“, betont er. Seit zwei Jahren führt er einen Schriftverkehr mit der Stadt, um die schwierige Situation zu lösen. Denn die Hellpothstraße ist eine Landesstraße, die Stadt kann Maßnahmen nur nach Abstimmung mit Straßen.NRW umsetzen.

Ideen haben die Anwohner bereits genug. An erster Stelle steht die Sperrung der Straße für den LKW-Verkehr. Aber auch ein Tempolimit wäre ihrer Meinung nach sinnvoll. „Früher war hier eine 30er-Zone“, erinnert sich Andrea Rosigkeit. Die 15-Minuten-Parkplätze seien ebenfalls überflüssig – eine Verbreiterung der Bürgersteige dagegen wünschenswert. „Die Situation kann so nicht bleiben“, betonte Landtagsabgeordneter Wolfram Kuschke. Er will nun selbst das Gespräch mit den Verantwortlichen von Straßen.NRW suchen. Darüber hinaus regte er eine Verkehrszählung und eine Lärmmessung an. Langfristig müsse sich die Politik erneut Gedanken über die generelle Verkehrsführung in der Stadt machen.

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