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Besser als die Fischer-Chöre

ERGSTE Was sind schon die Fischer- gegen die Mickiewicz-Chöre? Stimmgewaltig, volksnah und unterhaltsam. Am Samstagabend in Ergste war Premiere. Acht Chöre, sieben davon unter der Leitung von Anton Mickiewicz. Und ein Konzert.

22.10.2007

Die Idee für das Musikerlebnis der besonderen Art hatte Günter Brünger, Vorsitzender des MGV „Sängerbund“ 1864 Ergste. „So ein Konzert hat es in Schwerte noch nie gegeben. Und Sie tragen alle dazu bei“, begrüßte Brünger das Publikum im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal des katholischen Gemeindehauses. Ob gemischte oder reine Männer-Chöre: Die Volks- und volkstümlichen Lieder von Traditionellem („Kein schöner Land“) über Exotisches („Zauber der Südsee“) bis hin zu Bekanntem („Frohes Wandern“) überzeugten mit einer klaren Intonation, sauberen Harmonien und musikalischem Engagement. Den Exotikfaktor im Konzert unterstrich auch der Gastauftritt der afrikanischen Gruppe „Bamemi Sango ya Jesu“.

Eifersüchteleien

Immer wieder wurde eine Welt voll Liebe und Zuneigung, aber auch gern mit belebenden Eifersüchteleien zwischen Mann und Frau von den Chören besungen. Und beim Anblick der reifen Sänger hatte man das Gefühl, sie erzählten aus ihrer Vergangenheit. Insbesondere die Männer entpuppten sich als wahre Charmeure auch fernab der Bühne. Immer wieder suchten sie den Kontakt zu den anderen Chören und vor allem zu den Sängerinnen und Damen im Publikum.

Spezielle Tonfärbung

Weder gleiche Lieder noch ein Konkurrenzdenken unter den Sängern gab es. Jeder Chor hatte sein Repertoire und seine eigene spezielle Tonfärbung. „Ich bin mir aber sicher, dass einige Chöre nach dem Konzert gern ein Lied singen wollen, das sie heute Abend von einem anderen Chor gehört haben“, wusste Anton Mickiewicz aus Erfahrung und freute sich über die Motivation. Genau die legt der Vollblutmusiker selbst auch an den Tag. Aufgrund einer schweren Erkrankung seiner ebenso engagierten Frau Janina übernahm er zusätzlich zu seinen auch die Leitung ihrer Chöre.

Chorleiter geehrt

So wurden es immer mehr. Aber Anton Mickiewicz wirkte entspannt: „Es ist alles eine Sache der Organisation. Und ich lege mir die Proben so, dass ich mich nicht hetzen muss.“ Diese innere Ruhe strahlte er auch beim Konzert aus. „Es ist etwas ganz Besonderes, mit Anton zu arbeiten. Seine Art Musik zu vermitteln ist wunderbar“, schwärmte Günter Brünger zum Abschied. Und ehrte als Dankeschön nicht nur das Mickiewicz-Ehepaar mit Wein und Blumen, sondern auch alle Vorsitzenden der Chöre mit kleinen Pokalen für diese gemeinsame Leistung.

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