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Biker und Polizei verteilten an der B236 "Kaffee statt Knöllchen"

Schälk

ERGSTE Keine Tickets für zu schnelles Fahren, sondern Schockvideos und Kaffee bekamen am Freitag Motorradfahrer am Schälk gereicht. Die Deutsche Biker Union und die Polizei warben für mehr Sicherheit auf der B236.

von Von Heiko Mühlbauer

, 24.04.2010
Biker und Polizei verteilten an der B236 "Kaffee statt Knöllchen"

»Kaffee statt Knöllchen« hieß die Aktion von Bikern und Polizei am Schälk.

Die Reifen der signalgrünen Rennmaschine sind vor allem an den Außenkanten schwer abgefahren. „Der legt sich gerne mal sportlich in die Kurve“, mutmaßt Oberkommissar Thomas Dörl. Der „sportliche“ Fahrer sitzt derweil im Polizeibulli und schaut sich ein Schockvideo an. Ein Knöllchen muss er aber nicht befürchten. Stattdessen bietet die Deutsche Biker Union draußen Kaffee an.

Kaffee statt Knöllchen heißt das Konzept, mit dem die Vertretung der Motorradfahrer gemeinsam mit der Polizei am Freitag für mehr Sicherheit auf der B 236 in Ergstewarb. Mit dabei ist auch Heinrich Bergerbusch. Zum einen Motorradfahrer, vor allem aber auch zuständiger Ingenieur und Motorradbeauftragter beim Landesbetrieb Straße. „Auf Schaubildern zeigt er, was mittlerweile auch an Sicherheit für Motorradfahrer auf den Landesstraßen eingebaut wurde. Dass die Straße zum Schälk dennoch am Wochenende für Biker geschlossen ist, bedauert er. Auch Christian Görlitz von der Biker Union findet das schade. „Wir müssen jetzt vor allem verhindern, dass die Strecke auch während der Woche gesperrt wird“, betont er. Deshalb habe man sich in diesem Fall auch mit der Polizei zusammen getan. Die Biker Union ist seit dem Beginn der Diskussion um die Motorradstrecke über den Schälk mit im Boot.

Auch Oberkommissar Dörl ist Motorradfahrer und kann den Ärger über die Sperrung nachvollziehen. Vor allem weil eine kleine Gruppe von Motorradfahrern allen anderen den Spaß verdirbt. „Hier bin ich schon als 16-Jähriger mit meiner 80er entlang gefahren“, erzählt der Verkehrssicherheitsbeauftragte der Polizei Hagen. Michael Wilczinsky ist jedenfalls mit der Aktion zufrieden. Der Schwerter Gespannfahrer ist im Bundesverband der Motorradfahrer und Organisator einer großen Unterschriften-Aktion zur Freigabe der Strecke über den Schälk.