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DRK hat Angst ums Heim

SCHWERTE Die Unbekannte ist das Gebäude. „Wir wissen nicht, ob das Haus überhaupt noch zu retten ist“, sagt DRK-Vorsitzender Martin Kolöchter.

von Von Heiko Mühlbauer

, 17.08.2007

Die Einsatzzentrale des Roten Kreuzes an der Lohbachstraße ist seit dem Wasserschaden von vergangener Woche nur noch provisorisch nutzbar. Im Keller stehen Trockner, die das Wasser aus Wänden und Estrich treiben sollen. Muffig riecht es, und an den Wänden im Untergeschoss kann man auch jetzt noch den Hochwasserpegel vom 7. August in Form einer grünbraunen Linie ablesen. Über einen Meter hoch stand nach der Panne beim Bau der Trinkwasserleitung das Wasser in den Souterrain-Räumen.

Tote Ratten in den Räumen

Die Fluten spülten Sand, Schlamm, Dreck und vor allem eine Schar toter Ratten in Schulungs- und Lagerräume sowie Büros. Über Stunden blieb die trübe Brühe im Haus stehen und zog in die Wände. „Wir kennen die Gebäudeschäden noch nicht“, so Kolöchter. Die Zentrale könnte unbrauchbar geworden sein. „Das Haus ist ja schließlich nicht neu“, erklärt er und deutet auf einen Türsturz, an dem der Putz von der nassen Wand fällt.

 

Aufgeweichte Büromöbel, Spinde und vor allem Einsatzkleidung wurden schon entsorgt. Darunter auch viele Hemden, die extra für den Tag der Rettungskräfte am vergangenen Wochenende mit einem speziellen Aufdruck versehen wurden. Der Raum mit den Spinden aller 80 Einsatzkräfte ist komplett leer geräumt. Im Schulungsraum hängt nur noch eine Tafel einsam an der Wand.

Büro provisorisch in der Garage 

Das Büro für die Verwaltung des Transportdienstes ist provisorisch in der Garage untergebracht. Die Schreibtische sind dort platziert, wo sonst der Rettungswagen parkt. Der steht derzeit in der Garage der benachbarten Feuerwehr. Die Fahrer, die rund um die Uhr in Bereitschaft sind, haben ihre Feldbetten im Sozialraum der Brandbekämpfer aufgeschlagen. Tätige Hilfe unter Rettungskräften eben.

 „Wir hoffen auf eine unkomplizierte Schadenabwicklung“, betont DRK-Chef Kolöchter. Bislang sei der Kontakt zur DEW 21 und deren Schadensabteilung gut.

Eine Million Schaden

Dort hat man eine erste Schadensbilanz eröffnet. „Wir gehen bislang von einem Gesamtschaden von einer Million Euro aus“, erklärte Sprecherin Sabine Poschmann. Nicht darin enthalten ist das DRK-Gebäude. Für die Schadensaufnahme sei nämlich deren Gebäudeversicherung zuständig.

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