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Der Puppenflüsterer bringt sein Aschenputtel mit

SCHWERTE Aufmerksame Ohren, staunende Münder und große Kinderaugen. So gespannt wartete am Sonntag das kleine Publikum auf das große Theater in der Turnhalle der Grundschule Villigst. Klein und Groß saßen brav in Reih und Glied. Der Nachwuchs vorne, die Eltern hinten. Und jeder Blick starr zur Bühne nach vorne gerichtet.

von Von Sarah Zaczek

, 09.12.2007
Der Puppenflüsterer bringt sein Aschenputtel mit

<p>Spannung pur. Paulitschke</p>

Sie wollten es alle nicht verpassen. Denn Matthias Kuchta, der Puppenflüsterer, ist mittlerweile ein Klassiker in der Weihnachtszeit. Dieses Jahr brachte er mit seinem "Lille Kartofler Figurentheater" die Geschichte von Aschenputtel mit. Und inszenierte sie so lebendig, dass die Aufmerksamkeit sogar bei den Kindern nicht schwand.

Sofort band er die kleinen Zuschauer mit ein. Und erklärte zunächst die Dramatik des Märchens: "Es gibt drei ganz traurige Stellen. Aber ihr könnt die Ohren schließen. Und ich sage euch, wenn ihr sie wieder öffnen könnt." Kindgerecht und witzig hauchte er seinen ausdrucksstarken Puppen persönlichen Charakter ein.

Hochnäsige Stiefmutter und zickige Stiefschwestern

Er beherrschte sie alle. Von der hochnäsigen Stiefmutter über die zickigen Stiefschwestern und den träge wirkenden Prinzen bis hin zu seinen Paraderollen: Die allwissenden, Sprichwörter gurrenden Tauben und natürlich das unterdrückte, liebe Aschenputtel.

Jedem gab er eine andere Stimme und eine andere Attitüde. Kuchta selbst brachte sich ebenso gekonnt mit ins Spiel ein. Und auch das Publikum war Teil der Inszenierung. Ob es nun der kleine Jan als schlagende Schlossuhr oder die engagierte Ilka als imposantes Schlossorchester war. Kuchta verstand es, für und mit Kindern zu spielen und machte Aschenputtel als Märchen zu einem großen Kinderereignis.

Nur der Besuch des Nikolauses im Anschluss an das Stück konnte mit Kuchtas Künsten konkurrieren.

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