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Dicke Luft im Kulturbetrieb wegen Hermes-Nachfolge

Verwaltungsrat

SCHWERTE Dicke Luft herrscht derzeit im Verwaltungsrat des Kultur- und Weiterbildungsbetriebs der Stadt (KuWeBe). Hinter verschlossenen Türen stritt man am Donnerstag über die Frage nach der Zukunft der Kultur in Schwerte. Denn Ende 2011 geht der Leiter des Kulturbüros, Herbert Hermes, in den Ruhestand.

von Von Heiko Mühlbauer

, 23.04.2010
Dicke Luft im Kulturbetrieb wegen Hermes-Nachfolge

Geht Ende 2011 in den Ruhestand: Herbert Hermes.

Was danach aus dem Welttheater der Straße und den Kleinkunstwochen wird, ist fraglich. Beide Aushängeschilder der Schwerter Kultur sind eng mit Hermes verknüpft. Offiziell ist die Stelle des Kulturbürochefs mit dem Vermerk k.w. (künftig wegfallend) versehen. Doch KuWeBe-Leiter Klaus Kilian würde sie gerne wieder besetzen. Denn wenn man die Intendanz der beiden Festivals extern vergeben würde, kostet das mindestens 10 000 Euro mehr, rechnete er in einem nichtöffentlichen Papier vor. Kilians Vorstoß wird von den Grünen, der SPD und den Linken unterstützt.

CDU und FDP setzen dagegen auf erneute Verhandlungen. Die Angebote, die Kilian eingeholt habe, seien ja keine Ausschreibung gewesen, so Jörg Schindel von der CDU. Deshalb solle man jetzt mit der Rohrmeisterei und Herbert Hermes Gespräche aufnehmen. Der Ruheständler könne doch gemeinsam mit der Bürgerstiftung ab 2012 die Leitung weiter übernehmen. Aus der Sicht von Dr. Gernot Folkers (Die Grünen) sieht das anders aus: „Es gibt keine inhaltlichen Gründe und keinen Einspareffekt, hier geht es um die Schleifung einer sozialdemokratischen Bastion.“

Deshalb will die SPD das Thema jetzt im Rat behandelt wissen. Sprecherin Natascha Baumeister stellte einen entsprechenden Antrag. Denn während Schwarz-Gelb im KuWeBe-Verwaltungsrat über eine Mehrheit verfügt, kommt es im Rat auf die Stimmen der WfS an. Außerdem forderte sie, das Thema öffentlich zu diskutieren. Das findet auch Folkers, der zudem den Beschluss von Donnerstag rechtlich beanstandet. Denn die Preisanfrage des KuWeBe sei praktisch eine Ausschreibung gewesen, die man jetzt nicht einfach noch einmal machen könne, nur weil das Ergebnis nicht wunschgemäß war.