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Drei-Viertel-Mehrheit fürs Eigenkonzept

SCHWERTE Die Abstimmung im Rat über die Zukunft des FAB am Mittwoch müsste eigentlich nur noch eine Formsache sein. Denn offiziell haben sich alle Ratsfraktionen positioniert. Hier die Meinungen im Einzelnen.

von Von Heiko Mühlbauer

, 24.08.2007

Für das Eigenkonzept des Kämmerers entschied sich die SPD nach langem Ringen. Letztlich sei ein bezahlbares Freizeitangebot und der Erhalt der Arbeitsplätze die sozialdemokratischste Lösung, formulierte Fraktionschef Hubert Freistühler. Allerdings fordert die SPD von den Mitarbeitern einen Eigenbeitrag von mehr als 100000 Euro.

(SPD: 15 Stimmen)

Auch die CDU unterstützt den Vorschlag, das Bad zu behalten und mit einem neuen Management zu geringeren Verlusten zu führen. „Wir möchten nicht, dass mit Steuergeldern ein privater Investor unterstützt wird, der eine für den durchschnittlichen Bürger unbezahlbare Luxuseinrichtung betreibt“, argumentiert Fraktionschef Joseph Bender.

(CDU: 14 Stimmen)

Ähnlich sehen es die Grünen. „Es handelt sich um die vernünftigste der vier Alternativen“, so Ratsfrau Barbara Stellmacher. Neben den bisherigen Einsparpotentialen (Personalkosten) drängen sie auch auf eine effizientereres Energiesparkonzept.

(Grüne: 5 Stimmen)

 

Die Privatisierung fordert die SCD. Die Finanzierung der Eigenlösung sei gefährlich, glaubt Fraktionschef Hubert Siewecke. Denn tatsächlich würde ein Teil des Verlustes von der Schwerte Holding aufgefangen und die Gewinne der Stadtwerke verfrühstückt.

(SCD: 5 Stimmen)

Beim Eigenkonzept setze man nur auf das Prinzip Hoffnung, argumentiert die WfS. „Die Problemlösung wird zeitlich nur hinausgeschoben“, glaubt Fraktionschef Eckehard Weist. Nur eine Vollprivatisierung biete die Aussicht, sich des Verlustausgleichs nach einer überschaubaren Zeit zu entledigen.

(WfS: 2 Stimmen)

Endlich „endbehandelt“ werden müsste die Fehlinvestition FAB, fordert die Ratsfrau Ilona Blank. Rund 30 Millionen Euro habe das Badevergnügen bislang verschlungen und die Stadt von maßgeblichen anderen Investitionen abgehalten.

(Ilona Blank: 1 Stimme)

Die FDP schließt auch einen Abriss des Bades nicht aus. Sie setzt zwar auf Privatisierung, würde aber, wenn das nicht gewünscht ist, für den zügigen Abriss plädieren. „Der Bürgerentscheid im Juni 2006 war ein klares Votum“, glaubt Fraktionschef Walter Hülscher.

(FDP: 2 Stimmen)

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