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Ein Rausch in Blau

SCHWERTE Wie schmeckt eigentlich die Farbe Blau? Welches Drama kann sich auf einem Teller entwickeln? Und wie klingt Musik, die keine ist? Theatermacher Moritz Riesewieck und Sternekoch Manfred Kobinger haben sich gemeinsam auf Sinn-Suche begeben.

von Von Nicole Jankowski

, 14.12.2007
Ein Rausch in Blau

Die Sinne fluten will Theatermacher Moritz Riesewieck mit seinem neuartigem Veranstaltungskonzept in der Rohrmeisterei.

Das Ergebnis: Eine neuartige Veranstaltungstriologie, die Theater und Genuss auf bisher unbekannte Weise miteinander verzahnen will – Tabubrüche inbegriffen. „Das ist bundesweit einmalig“, schwärmt Rohrmeisterei-Vorstand Tobias Bäcker. "SinnesFluter" verbinden Sehen, Hören und Schmecken „SinnesFluter“ nennt sich die gewagte Verbindung zwischen Hören, Sehen und Schmecken, die an drei Abenden in die Rohrmeisterei locken soll. Blau ist die Lieblingsfarbe der Deutschen Den Auftakt macht der „Blaurausch“ am Sonntag, 27. Januar. Denn Blau ist nicht nur die Lieblingsfarbe der Deutschen, sondern auch die alles bestimmende an diesem Abend. Im eigens geschaffenen Blauraum soll das Publikum blaue Gerichte, blaue Gedichte und blaue Geschichte genießen. Blau werden erlaubt. Dramatischer geht es dagegen beim nächsten Abend am 17. Februar zu. Fünf Akte bestimmen das Programm, sowohl auf dem Teller als auch auf der Bühne in Halle 3. Dort sitzt das Publikum hinter dem roten Vorhang und lässt sich in eine Welt der Helden und Bösewichte entführen. Garnelen kämpfen mit den Kalbsmedaillons Wen trifft die tragische Schuld, und kommt es tatsächlich zur Katastrophe? Oder gibt es etwa ein Happyend? Diesen Fragen gehen die Schauspieler Patrizia Carlucci und Moritz Riesewieck theatralisch nach, auf dem Teller kämpfen derweil die Garnelen mit den Kalbsmedaillons. Sich Zeit nehmen und auf die Zwischentöne hören – das wollen die „SinnesFluter“ am 22. März. Ein Blick durch den Lomographen ist genauso erlaubt wie die Betrachtung der Zeitlupe. Musik, die keine ist Es erklingen Geräusche, die niemand hört und Musik, die keine ist. Zehn Gänge begleiten das Abendprogramm, ungewöhnliche Sichtweisen bestimmen auch hier die Zutaten. Schokoladensauce an Erbsenpüree zum Beispiel oder Karotten-Apfel-Ingwer-Creme mit Pistazien. 30 bis 50 Experimentierfreudige können sich pro Abend auf das neue Projekt einlassen, Kostenpunkt 50 Euro. Karten und weitere Informationen gibt es in der Rohrmeisterei.

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