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Eine schmuddelige Visitenkarte

SCHWERTE Unkraut sprießt an Straßenrändern. Gehwege verschwinden unter wuchernden Büschen: Auf diese schmuddelige Version von grüner Visitenkarte könnte die Ruhrstadt gut verzichten.

von Von Reinhard Schmitz

, 10.08.2007

Mit einem Diavortrag wiesen Jutta Götzke und melanie Schubert im Beschwerdeausschuss eindrucksvoll auf die Problemstellen der Stadt hin. Gemeinsam hatte die sich auf eine „Tour de Ruhr“ gemacht. Denn das Telefon beim Beschwerdemanagement wollte selbst in der Urlaubszeit nicht still stehen. „Es rappelte ohne Ende“, zählte Jutta Götzke 261 Eingaben allein seit der vergangenen Ausschusssitzung. Davon monierten 149 Anrufer mangelnde Sauberkeit, den Straßenzustand oder Müllhaufen.

Manchen kennen Besen und Schippe nicht mehr

„Besen und Schippe kennen bestimmte Betriebseinrichtungen nicht mehr“, ärgerte sich Jutta Götzke. Ganz gleich offensichtlich, wer jeweils für die Sauberkeit zuständig ist. Das Unkraut am Bahnhofsvorplatz gehört der Bahn, der Wildwuchs an der Ruhrtalstraße dem Landesbetrieb Straßen NRW, das Fugengrün auf dem Marktplatz der Stadt. „Das kann man nicht mehr auskratzen“, soGötzke,die auch andeutete vielleicht wieder über den Einsatz von chemischen Mitteln nachdenken zu müssen.

Sauberkeit wird Schwerpunkt

Überhaupt will das Rathaus das Thema Sauberkeit im kommenden Jahr zu einem Schwerpunkt machen. Im Verwaltungsvorstand wurde bereits darüber gesprochen, gemeinsam mit Bauhof, Oberschicht und den verschiedenen Straßenbaulastträgern ein Konzept zu entwickeln. Dabei muss auch über die Zukunft mancher Baumscheiben nachgedacht werden, die dem Personal buchstäblich über den Kopf zu wachsen drohen. „Da holt uns ein, was wir in den 80-er Jahren gemacht haben“, berichtete Götzke. Damals seien unzählige Beete im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen angelegt worden, die für die Unterhaltung nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch in den Neubaugebieten vermehren sich die Baumscheiben ständig.

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