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Eltern machen mobil gegen geplante Lilliput-Schließung

SCHWERTE Nur zufällig hatten sie von der geplanten Schließung erfahren. Jetzt machen die Lilliput-Eltern mobil. Gemeinsam wollen sie verhindern, dass der Villigster Kindergarten zum kommenden Sommer zugemacht wird.

von Von Nicole Jankowski

, 21.12.2007
Eltern machen mobil gegen geplante Lilliput-Schließung

So geht es aber nicht: Die Eltern machen mobil gegen die Kita-Schließung.

So sehen es Pläne vor, über die im Februar der Jugendhilfeausschuss entscheiden soll. Zurückgehende Kinderzahlen seien ausschlaggebend für diesen Vorschlag gewesen, betont Jugendamtsleiterin Charlotte Schneevoigt.

Gleichzeitig werde der Kindergarten Windrad, ebenfalls eine städtische Einrichtung in Villigst, wieder um eine Gruppe von zwei auf drei erweitert.

„Ich kann das nicht anders finanzieren“, wirbt Charlotte Schneevoigt um Verständnis bei den Eltern. Anfang Januar hat sie deshalb einen Gesprächstermin mit Melanie Galle vom Elternrat vereinbart. Dass die Eltern vorher schon von den Plänen erfahren, sei so nicht geplant gewesen.

Die zeigen sich vor Ort sichtlich aufgebracht. „Ich finde das einfach widerlich“, kommentiert Torsten Uhlmann die Pläne. Seine beiden Söhne Justus und Jacob, zwei und vier Jahre alt, gehen in den Lilliput-Kindergarten. „Wir haben uns bewusst für den kleineren der beiden Kindergärten entschieden“, erklärt er, warum die Plätze im erweiterten Windrad für ihn keine Alternative sind.

Was wird aus den Zweijährigen?

Auch die Aufnahme von zweijährigen Kindern wäre in dieser Einrichtung nicht mehr im bisherigen Umfang möglich, fürchten die Eltern. „Und gerade die ist doch vom Land gewollt“, versteht Torsten Uhlmann die Welt nicht mehr.

Auch wenn die politischen Gremien noch nicht entschieden haben, scheint die Zukunft des „Lilliput“-Kindergartens schon besiegelt, fürchten die Eltern. „Hätte man nicht erst einmal die Anmeldezahlen abwarten müssen?“, fragt Anna Herud-Konschak. Gemeinsam wollen sie nun andere Eltern motivieren, ihre Kinder doch noch bei „Lilliput“ anzumelden – bis Februar läuft die Anmeldung. Damit die Zahlen wieder eine andere Sprache sprechen.

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