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Familienatlas: Landrat verwundert

Kreis K Der jetzt in Berlin vorgestellte „Familienatlas 2007“ ist kein Ruhmesblatt für den Kreis Unna (wir berichteten). Das Baseler Prognos-Institut stufte den Kreis insgesamt als „zurückfallende Region“ in Sachen Familienfreundlichkeit ein.„Zutiefst verwundert“ zeigte sich Landrat Michael Makiolla angesichts der schlechten Platzierung des Kreises.

05.10.2007

Unter 439 deutschen Städten und Kreisen landete der Kreis Unna auf Platz 345 beim Kriterium „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, auf 360 bei „Wohnsituation/Wohnumfeld“, auf 422 bei „Bildung/Ausbildung“ und auf 376 bei „Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche“. Damit gehört der Kreis Unna zu den Schlusslichtern. Studie genau lesen Die Rahmenbedingungen „Arbeitsmarkt“ und „Demografie“ werden mit Rang 266 bzw. 294 bewertet. Dazu Landrat Makiolla: „Es ist völlig unklar, wie die Datenbasis aussieht und wie die Daten gewertet und gewichtet wurden. Wir werden die Studie nun genau lesen, um herauszufinden, wie realitätsnah sie überhaupt ist.“ „Der Kreis Unna war bundesweit einer der ersten, der dem Bündnis für Familie beigetreten ist“, erinnert der SPD-Politiker an die anerkannte Vorbildfunktion des Kreises. Ausdrückliches Lob von NRW-Familienminister Armin Laschet habe es auch für den Kreis als Vorreiter von Familien- und Integrationskonferenzen gegeben.Nach den Konsequenzen fragen „Wenn der Kreis Unna allerdings wirklich im Mittelfeld liegt, müssen wir den Bund als Auftraggeber der Studie fragen, welche Konsequenzen er aus der Studie zieht, also wie er uns konkret zu helfen gedenkt“, so Michael Makiolla weiter. Unbestritten sei, so Makiolla, dass Kreise noch mehr wie eine Stadt denken und handeln müssten, um im Wettbewerb der Regionen zu bestehen.Zu familienfreundlichem Standort entwickeln „Diese Zusammenarbeit haben der Kreis und seine Städte und Gemeinden bereits in dem von mir angestoßenen Zukunftsdialog verabredet. Nur dieses Miteinander wird dafür sorgen, dass sich der Kreis mit und in seinen Städten und Gemeinden noch weiter zu einem familienfreundlichen Standort entwickelt. Ranglisten leisten dies nicht“, so das Fazit des Landrates.

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