Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Freie Fahrt für Rollstuhl und Kinderwagen

Siegel für generationengerechten Handel

17.05.2007

Schwerte ?Die Generation 50-plus ist nicht nur eine Gruppe, die immer größer wird, sondern vermutlich auch die reichste in unserer Gesellschaft?, weiß Klaus Kukuk. Und der Mann muss es wissen. Gemeinsam mit seinem Partner Frank Liese betreibt er eine Agentur für Generationenmarketing. Und derer will sich die Werbegemeinschaft bedienen, um ein Qualitätssiegel für den generationengerechten Einkauf in Schwerte zu entwickeln. Zum Auftakt hatten Olaf Bachmann und Detlev Reinecke von der Werbegemeinschaft gemeinsam mit Schirmherr Heinrich Böckelühr zu einer Informationsveranstaltung in die Sparkasse eingeladen. ?Wir wollen keine stadtweite Seniorenresidenz schaffen?, kündigte Kukuk an. Doch wer seinen Fokus auf ältere Mitbürger lege, schaffe oft auch Verbesserungen für andere Gruppen der Gesellschaft. Oder wie Kukuk formulierte: ?Wo der Rollstuhl hinkann, kommt der Kinderwagen auch gut hin.? Dass Einkaufen im Alter schwieriger wird, ist kein Geheimnis. Lebensmittel im untersten Regal und komplizierte Selbstbedienungsautomaten sind nur ein Teil der Widrigkeiten. Um auszuloten, was schwierig ist, nutzten die beiden Agentur-Inhaber einen so genannten Focus Dress. Dabei handelt es sich um einen Anzug, der Gelenke versteift, nebst einem Helm, der den Blick trübt und am Hören hindert. So will man Schwachstellen in der City ausmachen. Bis zum Juli soll die Analyse erstellt sein. Dann können sich die Händler der Umgestaltung der Geschäfte widmen, so dass pünktlich zum Weihnachtsgeschäft das Label vergeben werden kann. ?Wichtig war uns, dass wir alle Gruppen mit dem Projekt ansprechen?, so Olaf Bachmann. Der Buchhändler blickte gestern auf die nicht seniorengerechten Stufen vor seinem Laden ? und räumte ein, da müsse er selbst etwas tun. Bei der Finanzierung hoffen die Akteure übrigens auf Fördermittel. NRW-Generationenminister Armin Laschet hatte jedenfalls mit Dr. Claus Eppe einen kompetenten Vertreter zur Vorstellung des Projekts gesandt. hm

Lesen Sie jetzt