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Geisecker kämpfen für den Erhalt ihres Gemeindezentrums

GEISECKE Eine proppevolle Kirche zum ersten Advent. So viel Zuspruch wie gestern würde sich Pfarrer Manfred Wuttke sicherlich immer wünschen. Doch der Anlass, der die Gemeindemitglieder ins Zentrum am Buschkampweg getrieben hatte, war kein erfreulicher. Sie kämpfen für den Erhalt ihres Gemeindezentrums. Und haben dazu auch schon Vorschläge.

von Von Heiko Mühlbauer

, 02.12.2007

Das Geisecker  Gemeindehaus gehört zu den Gebäuden, die nach Ansicht des Presbyteriums der evangelischen Gemeinde auf Dauer geschlossen werden müssen. Das wollte zumindest die überwiegende Mehrheit der Anwesenden verhindern und dokumentierte dieses auch mit seiner Unterschrift.

"Ich hätte mir mehr Kampf vom Presbyterium gewünscht", leitete Werner Kiesheyer die Versammlung ein. Besonders ärgerte ihn aber, dass er erst durch einen Bericht in den Ruhr Nachrichten von den Plänen seiner gewählten Kirchenvertreter erfahren habe.

Etat schrumpft jedes Jahr um 50 000 Euro

Zuvor hatte Pfarrer Manfred Wuttke von den Überlegungen im Presbyterium berichtet. Der Strukturprozess habe vor mehr als sechs Jahren begonnen. Der Etat der Evangelischen Gemeinde Schwerte betrage derzeit 800 000 Euro und sinke jedes Jahr um 50 000 Euro. Das liege nicht nur an Kirchenaustritten, sondern auch daran, dass rund 70 Prozent der Gemeindemitglieder überhaupt keine Kirchensteuern zahlten, fügte Kirchbaumeister Kurt Ehrke an. Nur deshalb habe man den radikalen Schnitt ins Auge gefasst, sich von insgesamt sieben Gemeindezentren zu trennen und dafür in der City ein neues Haus zu errichten.

"Unzumutbarer Weg" von Lichtendorf nach Schwerte

Dass dies sicherlich keine Lösung für Geisecke sein kann, machten die Anwesenden mehr als deutlich. Schon die Geisecker hätten es relativ weit zur Viktorkirche, für die Lichtendorfer sei dies aber schlichtweg nicht zumutbar, hieß es.

"Wir sollten eine Findungskommission gründen", schlug Kiesheyer vor. Die sollte mit drei Mitgliedern des Presbyteriums und drei Gemeindemitgliedern, die das Haus in Geisecke erhalten wollen, besetzt sein. Gemeinsam könne man dann Lösungen ausarbeiten. Pfarrer Wuttke versprach, die Idee ins Presbyterium zu tragen. Dessen Strukturausschuss tagt Dienstag.

Kiesheyer: Förderverein könnte helfen  Versammlungsleiter Werner Kiesheyer glaubt, ein Förderverein für den Friedhof kann auch für den Erhalt des Gemeindezentrums mobil gemacht werden. Allerdings müsse zuvor jede andere Möglichkeit ausgelotet werden. Das solle die angestrebte Findungskommission tun. Wenn am Ende der Diskussion eine Deckungslücke feststehe, dann könne der Förderverein eintreten. „  Zunächst müssen aber die Karten auf den Tisch“, so seine Forderung. Zumal durch den wirtschaftlichen Aufschwung der letzten Zeit die Prognosen der Kirchensteuereinnahme deutlich nach oben korrigiert werden müssten.

Unmut über die Millionen für Haus Villigst

Großer Unmut herrscht bei vielen Versammlungsteilnehmern über die aufwändigen Sanierungsarbeiten von Haus Villigst. Sieben Millionen Euro habe die Landeskirche für die Sanierung ausgegeben. Die 30 000 Euro, die der jährliche Unterhalt für ein Gemeindezentrum koste, seien aber nicht mehr vorhanden. Kirchbaumeister Kurt Ehrke wollte das so nicht stehen lassen. Es handele sich um verschiedene Kassen und auch die Landeskirche würde sparen. So schließe man unter anderem schließlich zu Jahresbeginn das Haus Ortlohn.

  

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