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Im Rathaus qualmen die Köpfe wegen des Rauchverbots

SCHWERTE Das Eckpunktepapier zum Nichtraucherschutz ist noch nicht einmal Gesetz. Im Rathaus allerdings rauchen die Köpfe bereits bei der Suche nach einer Lösung für Glimmstengelfreunde und - gegner.

von Von Jürgen Koers

, 02.08.2007

„Der Teufel steckt im Detail“, verrät Bürgermeister Heinrich Böckelühr. Einen ausgewiesenen Raucherraum haben er und der Personalrat noch nicht gefunden, „denn das Rathaus ist picke-packe-voll besetzt.“ Bis dato gilt Rauchverbot auf Fluren und in Bereichen mit Publikumsverkehr. In Büros darf geraucht werden, wenn keine Nichtraucher gefährdet sind. Ab 1. Januar 2008 dürften die Vorschriften deutlich restriktiver werden.

Nicht vor der Tür rauchen

Vor die Tür schicken will Böckelühr seine Mitarbeiter nicht. Nicht nur, weil das ein schlechtes Bild der Behörde abgebe, sondern weil zum Gesundheitsschutz auch zähle, die Kollegen nicht regelmäßig in Kälte und Nässe zu schicken. Raucherschleusen, wie sie in anderen öffentlichen Räumen installiert sind, lassen sich technisch nicht verwirklichen.

Noch will der Bürgermeister abwarten, „was denn dann letztendlich im Gesetzestext steht“.

Raucherpause keine Arbeitszeit

Doch ein weiteres Detail treibt ihn bereits jetzt um: Schließlich müssten die Behördenmitarbeiter Arbeitsbeginn und -ende elektronisch erfassen lassen. Das gelte ebenso für Mittagspausen und müsste folglich auch bei Raucherpausen eingeführt werden. „Arbeitszeit ist das ja wohl nicht. Also muss es Freizeit sein“, meint der Behördenleiter.

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