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Jede Menge Freunde getroffen: "Auch das ist Welttheater"

SCHWERTE Jedes Jahr kommen Tausende von Besuchern zum Welttheater. Wir haben drei von ihnen gebeten, uns über ihr Welttheater zu schreiben. Aber nicht irgendwelche Leute, sondern Schwerter, die eine Innenansicht auf die Welt der Bühne haben. Hier lesen Sie, wie die Macherin der Schultheater-Tage, Gerlinde Heinrich, das Festival erlebt hat.

von Von Gerlinde Heinrich

, 26.08.2007

Ein Abend der Vielfalt, der Kontraste, des unmittelbaren, hautnahen, elementaren Theatererlebens! Im „teatro die piedi“ erschafft eine einzige Person Figuren mit ihren Beinen, Füßen und Händen, Figuren, die miteinander kommunizieren als Teufel und Engel, als Torero und Stier. Viel Witz, Klamauk und Parodie, hin und wieder eine Überraschung, wenn der Stier nicht getötet, sondern mit Blumen geschmückt wird und ein Beitritt zur Umweltorganisation WWF erfolgt. Eine Großveranstaltung in Halle III der Rohrmeisterei, die in einem kleineren, intimeren Rahmen sich noch wirkungsvoller hätte entfalten können.

Mademoiselle Bottleshot mitten im Gedränge

Im Gedränge vor der Halle suche ich meinen Mann und sehe vor mir „Mlle Bottleshot“ als wandelnde Bar, die flugs einen Kreis um sich geschart hat – Theater ohne Vorhang und Bühne, einfach so und mittendrin. NN-Theater zu spät, Antagon fast vorbei, ein Blick über mehrere Zuschauerreihen bei einer Eigengröße von 162 cm aussichtslos. Außerdem jede Menge Freunde und Bekannte getroffen, ehemalige Schülerinnen (lauter nette!) ..... auch das ist Welttheater!

Durchgestandene Beine

Schließlich bleibt noch das Finale, das spektakuläre Kontrastprogramm mit Tausenden von Zuschauern. Mit „durchgestandenen“ Beinen und platten Füßen bleiben wir eine Stunde lang stehen, schweigend, staunend, klatschend. Am Turm von St. Viktor spiegeln sich die Schatten der Akteure. Und selbst meine nicht gerade überschwängliche westfälische Steh-Nachbarin lässt sich zu einem „Unglaublich“ hinreißen. Recht hat sie!

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