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Kinder juchzten zu laut

GEISECKE Zu laut herausgejuchzt haben Kinder ihre Freude über die Nestschaukel auf dem neuen Spielplatz Am Spaemannshof. Weil Nachbarn über Lärmbelästigung klagten, soll das beliebte Gerät verschwinden.

von Von Reinhard Schmitz

, 19.10.2007
Kinder juchzten zu laut

Noch einmal schnell in die Nestschaukel sprangen gestern Tim (l.) und Maik auf dem Spielplatz Am Spaemannshof.

So beschloss der Beschwerdeausschuss mit knapper Mehrheit von SPD, SCD und der fraktionslosen Ilona Blank. Als Ersatz werden zwei kleinere normale Schaukeln an das Gerüst montiert. Denn Quelle des Unmuts – so berichtet Wolfgang Schilken (FDP) – sei nicht das Gerät selbst gewesen, sondern das Juchzen und Kreischen der Kinder. Bei einem Ortstermin vor der Sitzung sei das Gremium noch der Überzeugung gewesen, den Spielplatz nicht zu verändern. Plam sah ein Grünfläche vor Die Meinung sei jedoch gekippt, als die Beschwerdeführer im Rathaus ihre Klagen vortrugen. Sie verwiesen auf einen Plan vom Bauträger ihres Wohngebietes, der an der Stelle des Spielplatzes lediglich eine Grünfläche genannt habe. Ob diese Zeichnung tatsächlich mit dem amtlichen Bebauungsplan übereinstimmte, konnte in der Sitzung nicht geklärt werden. „Pragmatische Lösung“ gefunden „Es ging nicht um den Bestand des Spielplatzes“, betont Dirk Kienitz (SPD). Die Kinder der Beschwerdeführer würden ihn sogar selber benutzen. Doch schienen diese Anwohner entschlossen, den Klageweg für Schallschutzmaßnahmen zu beschreiten. Um eine Dauerdiskussion um das Gelände zu vermeiden, habe der Ausschuss die „kleine pragmatische Lösung“ gefunden. Klar sei, dass es sich dabei um das „Höchstmaß an Entgegenkommen“ handele und von der Politik nicht mehr zu erwarten sei. „Ich glaube nicht, dass die Attraktivität des Spielplatzes darunter leidet“, erklärt Kienitz. Ganz anderer Meinung ist da Wolfgang Schilken, der sich mit den Vertretern von CDU und Grünen „zum Anwalt der Kinder“ gemacht hat: „Die Korbschaukel ist die Attraktion auf dem Spielplatz, und die wollten wir den Kindern lassen.“Noch nicht ganz verloren Ganz verloren ist das Spiel für die Mädchen und Jungen noch nicht. Rupert Filthaus (Grüne) will das Thema noch einmal im Jugendhilfeausschuss auf den Tisch bringen. Wenn dieser zu einem gegenteiligen Beschluss käme, müsste – sozusagen als Schiedsrichter – der Hauptausschuss das letzte Wort sprechen.

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