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Kirchen suchen Käufer

SCHWERTE Die Verkaufsverhandlungen für das Evangelische Gemeindehaus Villigst sind schon weit vorangeschritten. Wie alle Gemeindezentren hat die Evangelische Kirchengemeinde Schwerte ihr modernstes und bestes Gebäude zur Vermarktung auf den Prüfstand gestellt.

von Von Reinhard Schmitz

, 14.12.2007
Kirchen suchen Käufer

Halten Ausschau nach dem Standort für ein Gemeindezentrum im Schatten von St. Viktor (v.l.): Pfarrer Stephan Ebmeier, Pfarrer Dr. Klaus Johanning, Pfarrer Manfred Wuttke, Presbyter Heinz Risse, Presbyterin Bärbel Südmersen, Vikar Björn Thiel, Presbyter Roland Preuß, Pfarrerin Antje Wischmeyer und Pfarrer Fritz-Günter Held.

Diese Überlegungen, von den Ruhr Nachrichten schon vor einem Monat berichtet, wurden jetzt vom Presbyterium beschlossen. Seine Erklärung wird an diesem Wochenende in den Kirchen verlesen. „Wir müssen uns langfristig neu organisieren“, betont die designierte Presbyteriums-Vorsitzende, Pfarrerin Antje Wischmeyer. Bis 2030 halbieren sich die Einnahmen aus der Kirchensteuer, die Zahl der Gläubigen nimmt um ein Drittel ab: „Das bedeutet auch weniger ehrenamtliche Mitarbeiter.“ Die Pfarrstellen sinken schon mit der Pensionierung von Pfarrer Klaus Marquard Ende April auf sechs. „In zehn Jahren werden wir nur noch vier sein“, befürchtet Pfarrer Dr. Klaus Johanning. Handeln, so lange es noch geht     Weil der Gemeindehaushalt spätestens 2009 ins Minus rutscht, muss das Presbyterium jetzt die Weichen stellen. „Solange wir noch             Handlungsoptionen haben“, erklärt Pfarrerin Wischmeyer. Mittelfristig neues Zentrum Mittelfristig – das heißt für Pfarrer Dr. Johanning in zehn bis 15 Jahren – wird sich die Gemeinde auf ein neues Zentrum in der Innenstadt konzentrieren. Gesucht wird eine zentrale Immobilie am Marktplatz oder in der Fußgängerzone für ein Gemeindehaus, das neue Arbeitsformen ermöglicht. Denn die bisherige Vereinsarbeit ist wie überall auf dem absteigenden Ast. Mit kleineren Räumen – etwa den Nebenzimmern der Villigster Kirche – möchte die Gemeinde in der Fläche präsent bleiben. Für den Riesenandrang an Heiligabend werden sie nicht ausreichen. Doch auch dafür gibt es schon Ideen. „Heiligabend in der Rohrmeisterei ist nicht undenkbar“, so Pfarrer Held. Auch der Freischütz könnte eine Möglichkeit sein.    

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