Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Körbeweise Protest gegen Kindergartengesetz

SCHWERTE In den nächsten Wochen soll NRW-Familienminister Armin Laschet viel Post bekommen – und alle Karten haben dasselbe Motiv. „Kibiz, Bildung für die Kleinen“ steht auf dem Paket, das eine Kindergärtnerin auspackt. Heraus kommt ein stinkender Fisch.

von Von Nicole Jankowski

, 29.08.2007
Körbeweise Protest gegen Kindergartengesetz

Die Postkarte zur Aktion

So beurteilt Kerstin Hamacher, Leiterin des Kindergartens „Rotes Haus“ an der Jägerstraße, den Gesetzentwurf der Landesregierung zum neuen Kinderbildungsgesetz (KiBiz). „Das Gesetz ist eine Mogelpackung“, erklärt sie. Es gehe auf Kosten der Erzieherinnen und Kinder. An die Eltern will die Einrichtung in den kommenden Wochen deshalb die Protestpostkarten verteilen.

Anhörung im Landtag

Bereits Dienstagnachmittag hat im Landtag die öffentlichen Anhörung von Sachverständigen begonnen, sie wird heute fortgesetzt. Zahlreiche Verbände, Vereine, Elterninitiativen und die Gewerkschaft ver.di machen gegen das neue Gesetz mobil. Arbeitsplatzabbau auf Kosten der Kinder, Qualitätseinbußen, steigende Elternbeiträge, diese Konsequenzen befürchtet zum Beispiel der Paritätische Wohlfahrtsverband in Unna bei der geplanten Einführung von Kopfpauschalen. Er lädt am 5. September um 20 Uhr zu einer Diskussionsveranstaltung im Zentrum für Information und Bildung in Unna ein. Mit auf der Tribüne: CDU-Landtagsabgeordnete Marie-Theres Kastner, die als maßgebliche Befürworterin des KiBiz gilt.

Demonstration in Düsseldorf

Am 15. September ruft die Gewerkschaft verdi zur Demonstration in Düsseldorf. Los geht‘s um 12 Uhr am DGB-Haus in der Friedrich-Ebert-Straße. „Wir lehnen KiBiz als reines Spargesetz ab“, betont Martin Steinmetz von verdi. Das breite Bündnis zeige, dass es sich nicht um den einzelnen Protest spinnerter Gewerkschaftler handle.

Thema im Jugendhilfeausschuss

Der Schwerter Jugendhilfeausschuss hat sich bisher noch nicht mit dem Thema beschäftigt. „Wir wollen erst einmal konkrete Zahlen haben, um die Situation vor Ort besser beurteilen zu können“, betont Vorsitzende Margarete Brand. Diese würden gerade erhoben. Erst in der nächsten Sitzung stehe das Thema dann auf der Tagesordnung.

Lesen Sie jetzt