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Komiker macht Lustlosigkeit zum Programm

Johann König

SCHWERTE Einen roten Faden sucht man vergeblich. Den braucht Johann König auch nicht. Die inhaltliche Konzeptlosigkeit ist bei ihm Programm. So auch am Mittwochabend in der Rohrmeisterei.

von Von Heiko Mühlbauer

, 29.04.2010
Komiker macht Lustlosigkeit zum Programm

Johann König in der Rohrmeisterei.

Wenn es so etwas wie eine Überschrift für sein Programm „Total Bock auf Remmidemmi“ gibt, dann ist es die offensiv zur Schau getragene Lustlosigkeit. Gleich zu Beginn empfängt der selbst ernannte Event-Entertainer im Premiumbereich seine Zuschauer mit der Erkenntnis, er hätte eigentlich keinen Bock auf diesen Abend gehabt.

König kokettiert mit seiner Lustlosigkeit und Lethargie, um ab und an gekonnt Wutausbrüche einzustreuen. Worin seine Komik besteht, ist schwierig zu fassen. Denn anders als bei vielen Stand-up-Comedians hat sein Programm durchaus auch ruhige Momente. Die variantenreiche Körpersprache und Gestik sind das Kapital. Und dann die immer wieder überkippende Stimme. König scheut nicht davor zurück, auch platte Witze zu zelebrieren. „Was ist weiß und stört beim Essen? Eine Lawine.“

Am Ende liest er sogar Witze vor, die das Publikum in der Pause in ein rotes Buch eintragen sollte. Selbst vor einem Mitsinglied zur Heimorgel schreckt er nicht zurück. Und das Publikum dankte es mit anhaltendem Applaus. Um den hatte König auch ausdrücklich gebeten.