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Lenningskampschüler vertieften sich in Lieblingslektüre

Welttag des Buches

SCHWERTE Schlag zehn wurde es am Freitag leise in der Lenningskampschule. Zum Welttag des Buches probierte sich die Schule an einem einstündigen Experiment.

von Von Nicole Giese

, 23.04.2010
Lenningskampschüler vertieften sich in Lieblingslektüre

Lesestunde in der Lenningskampschule.

Die Schüler in der Klasse von Ulrike Wiggermann haben es sich gemütlich gemacht. Einige sitzen auf den Tischen, ein Junge hat sich mit seinem Kuscheltier auf die Fensterbank verkrochen. Auf dicken Kissen liegen wieder andere auf dem Fußboden. Und alle haben ein Buch vor sich. Ganz spontan hatte sich die Gruppe Leseförderung der Schule das Experiment zum Tag des Buches überlegt und umgesetzt. „Wir haben bereits einen Lesetag, an dem die Lehrer den Schülern vorlesen“, erzählt Ulrike Wiggermann. Doch viele Kinder hätten auch einmal selbst etwas lesen wollen.

Die Grundschüler genießen die Auszeit sichtlich. Kein Mucks ist zu hören, nur ab und zu raschelt eine Seite beim Umblättern. Jeder ist seine Geschichte vertieft. „Ihr könnt ruhig die Füße auf den Tisch legen“, regt Ulrike Wiggermann an, die selbst ihren Schreibtisch für eine bequeme Position nutzt. Während die Älteren eine ganze Stunde ins Reich der Fantasie abtauchen können, blättern die Erstklässler für die Hälfte der Zeit durch ihre Lektüre.

Doch nicht nur die Schüler lesen eifrig. Vom Hausmeister bis zum Schulrektor – „heute lesen alle“, betont Ulrike Wiggermann. Rektor Martin Schmolke hat sich in sein Büro zurückgezogen, auch die Schulsekretärin und die Eltern vom Förderverein haben ein Buch in der Hand. Selbst Hausmeister Angelo Macchia blättert durch eine Ausgabe der „Italienischen Sprachenlehre“. „Mit der Aktion wollen wir den Schülern zeigen, wie wichtig uns das Lesen ist“, betont Ulrike Wiggermann. Nach der Lesestunde fiel es nicht nur den Schülern schwer, die Lieblingslektüre wieder gegen die Schulbücher auszutauschen.