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Moschee ein Beispiel für Integration

Dialog der Kulturen

SCHWERTE Wie Integration in der Praxis funktioniert, könne man in Schwerte sehen. Diese Botschaft könne die Integrationsministerin Maria Böhmer der Kanzlerin überbringen, verkündete Bürgermeister Heinrich Böckelühr selbstbewusst. Zu einem Dialog der Kulturen hatte die Frauenunion NRW in die Moschee an der Beckestraße eingeladen.

von Von Heiko Mühlbauer

, 29.04.2010
Moschee ein Beispiel für Integration

Die Besucher in der Moschee hörten den Grußworten zu.

Ob es an der nahen Wahl liegt oder an der Bedeutung des Themas, die Gästeliste war prominent. Neben der Bundesministerin war auch die Landtagspräsidentin Regine van Dinther angereist, um ihre Landtagskollegin Gabi Kordowski bei der Podiumsdiskussion zu unterstützen. Auch der Generalkonsul der Türkei, Hakan Akbulut, machte der islamischen Gemeinde im kleinen Schwerte seine Aufwartung. Ein Andrang an Prominenz, der den Gemeindevorsitzenden Mustafa Akdeniz überwältigte.

Das habe er sich nicht im entferntesten vorstellen können, als er vor 45 Jahren zu den ersten türkischen Gastarbeitern aus der Türkei nach Deutschland kam. Allein und verlegen sei er hier angekommen, habe zunächst sein Brot verdient, dann die Nachbarn kennen gelernt und zuletzt eben auch eine Moschee gebaut, weil Schwerte seine Heimat sei. Ob der mittlerweile prächtig geschmückte Gebetsraum der Moschee wirklich der schönste Raum der Stadt ist, wie Böckelühr befand, liegt im Auge des Betrachters. Dass Integration in Schwerte deshalb gut funktioniert, weil sich beide Seiten bewegen, ist sicherlich unumstritten.

Denn die Veranstaltung habe man auch deshalb in Schwerte gemacht, weil die Gemeinde sehr zuvorkommend war, erklärt Carla Neisse-Hommelsheim von der Frauenunion NRW.