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Nach Brand diente Campingwagen als Notquartier

SCHWERTE Mit Neonaugen stieren die Warmwasserfische auf die holzfarbene Einbauküche, die weißen Deckenpaneele, die frischen Bodenfliesen. Alles ist neu.

von Von Reinhard Schmitz

, 30.12.2007
Nach Brand diente Campingwagen als Notquartier

zu: kuntze sh In den Wohnwagen umziehen musste das Ehepaar Kuntze nach dem Brand in ihrem Wohnhaus. Foto: Reinhard Schmitz

Genauso so neu wie ihr Aquarium, dessen Vorgänger Christine (62) und Dieter Kuntze (66) vor noch größerem Schaden bewahrte. Als seine Scheiben platzten, löschte das auslaufende Wasser die Flammen, die bereits auf der darunterstehenden Eckbank züngelten. Beißender Rauch, mörderische Glut von bis zu 1000 Grad und Löschwasser machten das Siedlungshaus Im Rosengrund trotzdem unbewohnbar, als im Mai der benachbarte Garagenschuppen niederbrannte. "Die Fenster waren von der Hitze geplatzt", musste Dieter Kuntze mit ansehen, wie sein Lebenswerk den Auswirkungen des Feuers ausgesetzt war.

Von oben bis unten renoviert

"Wir haben das Haus von oben bis unten renoviert", zeigt Christine Kuntze. Die Nachbarn packten beim Wiederaufbau kräftig mit an. Im besonders verwüsteten Erdgeschoss mussten Küche, Bad und Flur komplett erneuert werden. Auch alle Installationen mussten neu verlegt, die Einbaumöbel ersetzt werden. "Unsere alte Küche war an sich schöner", trauert die Hausherrin dem verrauchten Mobiliar ein wenig hinterher.

Ganz schnell vergessen

Anderthalb Monate musste das Ehepaar in einem Wohnwagen hausen, der eiligst vom Hennener Campingplatz in den Garten geholt worden war. Dann war wenigstens ein Zimmer zum Schlafen wieder hergerichtet. Noch bis Mitte August mussten die Kuntzes aber warten, bis sie endlich wieder komplett in ihre eigenen vier Wände zurückziehen konnten. "Es ist nicht einfach, wenn man so etwas mitgemacht hat", möchte Christine Kuntze diese schwere Zeit am liebsten ganz schnell vergessen.

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