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Nebengebäude von Haus Ohle werden abgerissen

HENNEN Früher war es einmal das „Haus Ohle“, dann wurde es der „Gebäudekomplex Ohle“. In absehbarer Zeit wird es wohl wieder nur noch „Haus Ohle“ heißen. Denn laut Gerichtsbeschluss müssen nicht genehmigte Gebäude entfernt werden.

von Von Holger Bergmann

, 18.12.2007
Nebengebäude von Haus Ohle werden abgerissen

Das Haus Ohle mit Nebengebäuden.

. Der heutige Besitzer kaufte das Haus Ohle in den 60-er-Jahren und holte sich vom damaligen Landkreis Iserlohn Zusagen über mögliche Anbauten. Doch aus einem Stallgebäude wurde nach zahlreichen Umbauten und Erweiterungen mittlerweile ein Mehrfamilienhaus, das Schwimmbad hat in seiner heutigen Form und Größe keine Ähnlichkeit mehr mit den Plänen von 1969. Eine als Hausmeisterwohnung geplante Holzbaracke hat im Laufe der Jahre zwei Obergeschosse für Wohnungen und Büros bekommen.Ordnungsverfügung Das Verwaltungsgericht Arnsberg bestätigte jetzt die Ordnungsverfügung der Stadt Iserlohn von 2006, diese Gebäude zu entfernen. „Wir standen und stehen auch außerhalb des Rechtsmittelverfahrens in Verhandlung mit den Vertretern des Eigentümers, um Lösungen für einen möglichen genehmigungsfähigen Rückbau zufinden“, berichtete gestern der Iserlohner Rechtsamtleiter Stefan Bartels auf Anfrage. „Doch ein paar der Objekte sind nicht genehmigungsfähig.“ Dieses Dilemma hängt mit der Lage des Hauses Ohle in einem geschützten Landschaftsteil zusammen. Die Errichtung und Änderung baulicher Anlagen sind dort untersagt.Baurecht „Es musste ein Zustand gefunden werden, der mit dem Baurecht übereinstimmt“, schildert Bartels den grundsätzlichen Ansatz der Behörden für das Vorgehen gegen den „Gebäudekomplex Ohle“. Das jüngste Urteil des Verwaltungsgerichts Arnsberg legt fest, dass dieser Zustand zunächst durch Abriss von Garage und Schwimmbad erreicht werden kann. Aufgehoben hat das Gericht den Beschluss zum Abriss des Pferdestalls. Für das Klageverfahren zum Abriss des Gartenhauses erfolgt noch eine Beweisaufnahme. So eindeutig das von der Stadt Iserlohn erwartete Urteil ist, so sicher ist man sich dort auch, dass die Angelegenheit noch nicht vorbei ist. „Das war erst die erste Instanz. Wir gehen davon aus, dass der Beklagte zumindest auch in die zweite Instanz vor das Oberverwaltungsgericht zieht“, so Stefan Bartels. Bis am Gebäudekomplex des Hauses Ohle die ersten Mauern fallen, dürften noch viele Jahre vergehen.

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