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Neue Pastorin will in Schwerte verstärkt Flagge zeigen

Kristina Ziemssen

SCHWERTE Etwas Neues anfangen, dass ist es was Kristina Ziemssen wollte. 22 Jahre lang hat sie im dörflichen Borgentreich die evangelische Kirchengemeinde aufgebaut. Nun ist sie in der evangelischen Kirchengemeinde Schwerte angekommen.

von Von Reinhard Schmitz

, 02.04.2010
Neue Pastorin will in Schwerte verstärkt Flagge zeigen

Die neue Pastorin Kristina Ziemssen.

„Da gab es keine einzige Ampel und keine Rush-Hour.“ Dafür aber „viele nette Menschen“, unter denen sich die Seelsorgerin „sehr wohl“ fühlte. Nichts Vergleichbares kam also infrage, als die 49-Jährige in der Mitte ihrer beruflichen Vita nochmal „etwas Neues anfangen“ wollte. Ein Wunsch, den die Ausschreibung der Stelle von Fritz-Günther Held erfüllte. Kleinstädtisches Umfeld, wo die bisherige Einzelkämpferin in einem Kollegen-Team arbeiten kann. Die Region kennt die gebürtige Dortmunderin sowieso. „Die Ruhr Nachrichten sind was, das mich seit Kindertagen begleitet“, lacht sie.

Ganz besonders reizten aber die Schwerpunkte, die in der sich neu formierenden Kirchengemeinde mit Leben zu füllen sind: Öffentlichkeitsarbeit, kirchlicher Unterricht und die „mittlere Generation“ der 30- bis 50-Jährigen. Daneben wird Pfarrerin Ziemssen den Seelsorgebezirk um St. Viktor und in Wandhofen betreuen, von der Taufe bis zur Beerdigung. „Die Darstellung und Präsentation in der Öffentlichkeit ist etwas Wichtiges“, möchte die neue Pfarrerin verstärkt Flagge zeigen. In Kommune und Politik genauso wie mit einer neuen Homepage für die Gemeinde. Dort soll die mittlere Generation nicht mehr länger in das Loch zwischen Kinder- und Seniorenarbeit fallen. „Die vorhandenen Strukturen haben für sie wenig anzubieten“, ist der Veränderungsbedarf längst erkannt.

Dass Kirche ganz anders ist, nämlich lebendig und lustig, lebt Pfarrerin Ziemssen den Konfirmanden positiv vor. Die zwölfjährige Tochter Klara feiert ihre Einsegnung übrigens noch in der alten Gemeinde in Borgentreich. Danach zieht die Familie in das Haus, das in Villigst bereits gemietet ist. „Ich freue mich riesig drauf. Die Arbeit wird mir Spaß machen.“ Auch wenn es bestimmt drei Jahre dauere, bis man in einer Gemeinde richtig angekommen sei.