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"Ort der Freiheit"

SCHWERTE Als einen „Ort der Freiheit und des ergebnisoffenen Dialogs“ charakterisierte am Sonntag der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker die Katholische Akademie Schwerte. Die Akademie des Erzbistums Paderborn feierte mit über 100 geladenen Gästen ihr 40-jähriges Bestehen.

22.10.2007

In seinen Akademien finde ein Bistum „Orte, an denen das freie Nachdenken und das bewusste Hinterfragen manch lieb gewordener Denkgewohnheiten und Vorurteile zur Grundlage dafür wird, auf neue Fragestellungen kreative Antworten finden zu können“, so Erzbischof Becker. Er erinnerte an die durch die Aufbruchstimmung des Zweiten Vatikanischen Konzils geprägte Gründungszeit der Katholischen Akademie Schwerte. Durch die Initiative von Laien, wie auch des damaligen Paderborner Erzbischofs Lorenz Kardinal Jaeger, sei es 1967 zur Gründung der Katholischen Akademie gekommen.

Die ersten Tagungen fanden noch vor der Fertigstellung des heutigen Gebäudes an verschiedenen Orten statt. 1970 konnte dann das Akademiegebäude in Schwerte eingeweiht werden. Die einzigartige Architektur , so Erzbischof Becker, verleihe dem Selbstverständnis der Katholischen Akademie als Ort von Dialog und Begegnung Gestalt.

Kirche muss Antworten suchen

Angesichts heutiger Herausforderungen durch die Fortschritte in den Biowissenschaften, die Globalisierung, die Konfrontation mit anderen Kulturen und Religionen und den demografischen Umbruch habe die Kirche Antworten zu suchen und Deutungsmöglichkeiten anzubieten, erklärte Erzbischof Hans-Josef Becker. Er begrüße es sehr, dass die Katholische Akademie Schwerte in ihren unterschiedlichen Veranstaltungen und Aktivitäten „immer wieder die Frage danach aufwirft, wie sich der Mensch zutiefst selbst versteht und wie er sich künftig verstehen will.“

Festakt

Der Festakt in der Katholischen Akademie Schwerte stand unter dem Thema „Ende der Religion oder Renaissance des Religiösen?“. In einem Podiumsgespräch diskutierten der Kultursoziologe Prof. Dr. Detlef Pollack und der Grazer Pastoraltheologe Prof. Dr. Rainer Bucher die Frage, wie sich Religion bei abnehmender Bindung an die Kirche in einer weltlichen Gesellschaft realisiert. Moderiert wurde die Diskussion von der Generalsekretärin des Cusanuswerkes, Dr. Claudia Lücking-Michel.

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