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Pfefferpotthast kommt ohne Kapern aus

SCHWERTE Bei einer Schlacht um Dortmund im Jahre 1378 wurde Pfefferpotthast erstmals urkundlich erwähnt. So war es nur logisch, dass beim Wettbewerb „Schwerte sucht den Super-Pfefferpotthast“ das Sieger-Rezept aus Dortmund-Berghofen kam.

von Von Thomas Backs

, 20.01.2008
Pfefferpotthast kommt ohne Kapern aus

Die Qual der Wahl hatten die Testesser in der Rohrmeisterei unter drei verschiedenen Pfefferpotthast-Rezepten.

Siegerin Johanna Schaaf (83) war fast sprachlos, nachdem das Publikum in der Rohrmeisterei sich unter den drei besten Rezepten mehrheitlich für ihre Version der Schwerter Leibspeise aus Rindfleisch entschieden hatte.Drei Gerichte standen zur Wahl „Ich bin sehr glücklich“, erklärte Johanna Schaaf, die erst gar nicht gewusst hatte, dass ihr Rezept im Schwerter Wettbewerb war. Sohn Wilfried Schaaf, der in Ergste wohnt, hatte es ohne ihr Wissen neben 14 anderen Bewerbern eingereicht. Das Siegerrezept hatte sie von ihrer eigenen Mutter erhalten. „Meine Mutter bekocht unsere Familie seit vielen Jahren. Dieser Sieg ist auch ein Dank dafür“, erklärte Schaaf in seiner Dankesrede vor den rund 200 Gästen.Schade leitete durch den kulinarischen Abend „Wahrscheinlich hat Frau Schaaf gewonnen, weil ihr Rezept am ehesten dem Geschmack des Oberschichts entsprochen hat“, mutmaßte Initiator Michael Schade von der Rohrmeisterei-Stiftung. Der passionierte Hobby-Koch leitete charmant und mit viel Fachwissen durch den schönen kulinarischen Abend. Jeder Gast bekam eine Kostprobe der drei Pfefferpotthast-Gerichte und konnte per Stimmzettel über seinen Favoriten abstimmen. Nach einem Vorschlag von Jury-Mitglied Ursula Ackermann (Hausfrauenbund) wurde das Fleisch mit der Granola-Kartoffeln und Gurken serviert.Entscheidung fiel denkbar knapp aus Die Entscheidung fiel denkbar knapp aus, denn Johanna Schaaf setzte sich mit 75 Stimmen gegenüber 71 Stimmen für das Rezept der Schwerterin Ursula Reters durch. Etwas abgeschlagen auf Platz drei landete Renate Pester, die 19 Stimmen bekam. Für ihre Rezept hatte. Michael Staat gestimmt: „Davon hätte ich gerne noch einen Nachschlag!“ Ähnlich sah es Ulrike Kuhn-Schepp: „Das zweite war geschmacklich am besten, weil die Sauce etwas mehr gewürzt war.“ Geschmäcker sind eben verschieden. Wegen der Zwiebeln in der Soße entschied sich so Pascal Frank (9) für die Zubereitung von Ursula Reters. Eines zeichnete das Sieger-Rezept im Gegensatz zu den Mitbewerbern aus: Johanna Schaaf verzichtete bei ihrer Soße auf die Kapern, die in den beiden anderen Soßen zu finden waren. Neuer Wettbewerb mit Pannekauken oder Grünkohl Michael Schade war überwältigt von der Resonanz des Wettbewerbs und den vielen Gäste am Freitag. Zusammen mit Ursula Ackermann will er im nächsten Jahr einen neuen Wettbewerb starten. „Pannekauken, Grünkohl oder Potthucke“ sollen 2009 die Schwerter Gaumen jubeln lassen.

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