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Piratenschiff legt mit Verspätung im Kreinberg an

Restaurant im Kreinberg: Eröffnungstermin verschoben

„Carlos, der Pirat“ legt später als angekündigt im Kreinberg in Schwerte an. Der Umbau zum portugiesischen Restaurant verzögert sich. Schuld ist der Regen.

Schwerte-Ost

, 11.06.2018
Piratenschiff legt mit Verspätung im Kreinberg an

Die ersten Planungen für das eindrucksvolle Piratenschiff im Saal der Gaststätte Kreinberg präsentierten die Architekten Andreas Georg Hanke und David Hanke schon Ende 2017 auf ihrem Laptop. Die Gäste von Carlos können auf zwei Decks sowie auf der Bühne vor dem Bug Platz nehmen. © Foto: Reinhard Schmitz

Selbst vom höchsten Ausguck heraus wäre die Totenkopfflagge am Segelmast noch nirgendwo zu erspähen. Das Piratenschiff, in dem Gastronom Carlos Couto seine portugiesischen Spezialitäten servieren will, wird später als geplant im Kreinbergsaal vor Anker gehen. Der ursprünglich vorgesehene Eröffnungstermin für das Lokal am 1. Oktober werde nicht zu halten sein, sagte Marcus Droll, Geschäftsführer des Vermieters, der Eisenbahner-Wohnungsnossenschaft (EWG), am Montag auf Anfrage: „Wir setzen aber alles daran, dass er möglichst das Weihnachtsgeschäft mitnehmen kann.“

Baugenehmigung für Restaurant-Umbau fehlt noch

Immer noch wartet die EWG auf die Baugenehmigung. Zuletzt habe die Entwässerungsplanung verändert werden müssen, erläuterte Droll.

Zwar werde beim Umbau der Traditionsgaststätte an der Lichtendorfer Straße nicht mehr Fläche versiegelt als bisher, aber es müsse mit größeren Regenmengen kalkuliert werden, wie sie für heutige Starkregenereignisse angenommen werden. Die Naturereignisse sind heftiger geworden als beim Bau des Lokals im Jahre 1930. Dafür seien die Durchmesser der Rohre nicht mehr ausreichend gewesen, obwohl es mit ihnen in der Vergangenheit nie Probleme gegeben habe.

„Wir müssen den Kanal erweitern“, kündigte Droll an. Bereits verstärkt werde aber schon der Stromanschluss vonseiten der Stadtwerke.

Segelschiff im Saal der Gaststätte

Gleichzeitig werde über den Architekten die Ausschreibung der Gewerke für den Umbau vorbereitet. Droll hofft, dass die Baugenehmigung im nächsten Monat vorliege und dann „relativ zeitig“ mit den Arbeiten begonnen werden könne. Eine Schwierigkeit: Viele Handwerksbetriebe haben wegen der guten Konjunktur volle Auftragsbücher und wenig freie Termine. Deshalb könne die Verfügbarkeit – so Droll – neben dem Preis sicherlich auch Vergabekriterium werden.

Schließlich sollen die Fans von Gastronom Carlos Couto, der sich mit seiner Küche und seinen Ideen schon weit über Dortmund hinaus einen Namen gemacht hat, nicht zu lange auf die Folter gespannt werden. Die Gäste möchten bald auf den beiden Decks des Segelschiffes Platz nehmen, das in den Saal der Gaststätte eingebaut werden soll.

Projekt „Carlos, der Pirat“

Die acht Meter hohe Decke des Anbaus ermöglicht es dem Gastronomen, diesen Traum zu verwirklichen – samt richtiger Masten. Zwei Jahre lang hatte er mit der Eisenbahner-Wohnungsgenossenschaft im Stillen an seinem Vorhaben gefeilt, nachdem sich das langjährige Wirtepaar des Kreinbergs in den Ruhestand verabschiedet hatte. Im Dezember 2017 wurde die Unterzeichnung des Mietvertrags offiziell bekannt gegeben. Thema des Projekts: „Carlos, der Pirat“.

Auch die anderen Lokale von Carlos Couto folgen jeweils einem Motto. Angefangen hat alles im Jahre 2000 mit einer „Walfängerkneipe“ in Dortmund-Wellinghofen. Ihr lag die Legende zugrunde, dass der Urgroßvater des Wirts der letzte Walfänger Portugals gewesen sei.

Das zweite Restaurant in Lünen erhielt 2013 den Titel „Carlos, der Seefahrer“. Beide sollen – so die Pläne – künftig von der Produktion in Schwerte-Ost aus beliefert werden. Dort ist neben dem Piratenschiff noch ausreichend Platz für eine große Küche.

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