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Privat ist nur der Urlaub

SCHWERTE Seit rund 14 Tagen hat Schwerte wieder eine Stimme im Landtag. Gabriele Kordowski rückte für Staatsminister Michael Breuer, der Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes wird, ins Parlament nach. Heiko Mühlbauer sprach mit ihr über die Politik im Land und die Verbundenheit mit der Stadt.

18.12.2007
Privat ist nur der Urlaub

Nach zwei Jahren zurück im Landtag in Düsseldorf: Gabriele Kordowski.

War es eine große Umstellung, von der Opposition in die Regierungsverantwortung zu wechseln? Kordowski: Zunächst ist es ein unglaublich gutes Gefühl nun bei jeder Abstimmung die Mehrheit zu haben. In der letzten Legislaturperiode waren die Abstimmungsniederlagen schon sehr frustrierend. Die Arbeit in Düsseldorf ist gleichwohl mit wesentlich mehr Terminen befrachtet und die Anwesenheitspflicht oberstes Gebot. Das heißt, in den Plenarwochen sind auswärtige Termine nicht mehr möglich und die Ausschussarbeit viel konzentrierter. Wo sehen Sie Ihre Schwerpunkte in der Regierungsarbeit? Kordowski: Natürlich würde ich gerne wieder in dem Bereich arbeiten, in dem ich bereits vorher war, der Strafvollzugskommission des Rechtsausschusses. Außerdem habe ich die Mitwirkung im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales angemeldet. Was haben Sie in den vergangenen zwei Jahren gemacht? Kordowski: Ich war beim Landesbeauftragten für den Maßregelvollzug als Regierungsangestellte tätig. Diese Landesoberbehörde hat die Fachaufsicht über die Kliniken, in denen psychisch kranke Straftäter behandelt und gesichert werden. Dort ging es zum einen um die Überprüfung der Einhaltung von Sicherheits- und Therapiestandards, zum anderen um die Zielplanung von Therapieplätzen über das Jahr 2010 hinaus. Als Landespolitikerin verbringen Sie viel Zeit in Düsseldorf, wie hält man Kontakt zum Wahlkreis? Kordowski: Einerseits über die Parteiarbeit und ihre Gremien, andererseits über direkte Kontakte mit Einrichtungen, Verbänden, Institutionen und Bürgerinitiativen. In der Regierungsarbeit wäre eine Zeitaufteilung von 50:50 schon gut. Was ist mit dem Privatleben?   Kordowski: Außerhalb der Urlaubszeit geht da nicht mehr viel. Aber entgegen der allgemeinen Meinung habe ich auch viele Freunde innerhalb der Partei. Wenn es meine Zeit erlaubt, gehe ich gerne freitags zu meinem Stammtisch in der Gaststätte Schneider in Ergste. Wie hält man Kontakt zum Bürger? Kordowski: Eigentlich überall. Richtig wichtig war da die Zeit als Pendlerin. Wer jeden Tag am Bahnhof steht, lernt zwangsläufig viele Leute kennen. In der Politik gibt es das Instrument der Bürgersprechstunde, das ich nutzen werde. Was ist Ihrer Ansicht nach das dringendste Problem in Schwerte? Kordowski: Der Bahnhof und sein Umfeld sind eine einzige Katastrophe. Dieses Problem wird ja nun auch angegangen. Wo liegen Schwertes Stärken? Kordowski: In dem großen bürgerschaftlichen Engagement. Es ist schon beeindruckend, was hier durch ehrenamtliche Arbeit geleistet wird. Das ist beachtenswert und sollte vom Land auch entsprechend unterstützt werden.

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