Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Rathaus-Keller letzte Zuflucht für Raucher

SCHWERTE Zwei Großascher und drei harte, dunkelblaue Holzstühle zwischen nackten Wänden: Spartanisch eingerichtet ist die letzte Zuflucht der Glimmstängel-Fans im Rathaus I.

von Von Reinhard Schmitz

, 28.12.2007
Rathaus-Keller letzte Zuflucht für Raucher

Zum letzten Zufluchtsort der Raucher im Rathaus I wird die frühere Verwaltungsbibliothek im Keller.

Nur in dem engen Kellerraum K002 dürfen sie noch ihrer Sucht frönen, wenn im neuen Jahr das Nichtraucherschutzgesetz in Kraft tritt. „Es wird buchstabengetreu umgesetzt“, erklärt Erster Beigeordneter Hans-Georg Winkler. Mit dem ersten Arbeitstag am 2. Januar gilt demnach in sämtlichen Dienstgebäuden und -räumen der Stadt ein absolutes Rauchverbot. So kündigt es eine interne Verfügung an, die Bürgermeister Heinrich Böckelühr noch vor seinem Urlaub unterschrieben hat. Raucherzimmer sind erlaubt Gleiches gilt für die Außenbereiche von Kindergärten, Jugendzentren und ähnlichen Einrichtungen, in denen „schutzbedürftige Interessen“ vorliegen.  Als Ersatz können – so erlaubt es das Papier – Raucherzimmer eingerichtet werden. Im Rathaus I wurde dafür die alte Verwaltungsbibilothek im Kellergeschoss freigeräumt, in der früher nur die Köpfe über juristischer Fachliteratur rauchten. Im Rathaus II wird das alte Büro 101 im ersten Obergeschoss zum Kippen-Revier umfunktioniert. Als „Raucher-Außenbereiche“ wurden außerdem der Hintereingang des Bürgersaals und die Hintertür des Rathauses II festgelegt.Muss der Raucher die Stechuhr drücken? Auf jeden Fall vor die Tür gehen müssen die Feuerwehrleute und die Beschäftigten des Baubetriebshofes, die alle keine besonderen Raucherzimmer erhalten. Stattdessen können sie sich ihre Glimmstängel unter dem überdachten Eingangsbereich der Feuerwache bzw. im überdachten Außenbereich des Materialhofes anzünden. Bleibt nur noch die Frage, ob der Gang zur Raucherpause an der Stechuhr vorbeiführen muss. „Grundsätzlich zählt der Aufenthalt im Raucherraum zur Arbeitszeit“, weiß Daniel Lindemann. Große Flügelfenster zum Lüften Allerdings werde die Stadt den Ausfall während der ersten drei Monate übergangsweise nicht erfassen. Zunächst einmal soll damit abgewartet werden, wie häufig Nikotinfreunde überhaupt in den Keller hinabsteigen, um im Schein der zwei Leuchtstoffröhren ein paar hastige Züge zu inhalieren. Wenigstens verfügt der Raum über zwei große Flügelfenster zum Über-Eck-Lüften.

Lesen Sie jetzt