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SPD-Wahlplakate mit Aufklebern verunziert

"Das ist teuer"

SCHWERTE „Alles Lüge“. Mit Schmäh-Parolen haben Unbekannte Wahlplakate von SPD-Landtagskandidat Wolfram Kuschke verunziert. Nicht einfach per Edding, sondern mit gedruckten Aufklebern.

von Von: Reinhard Schmitz

, 16.04.2010
SPD-Wahlplakate mit Aufklebern verunziert

Mit Schmähaufklebern überklebt wurden Wahlplakate von SPD-Landtagskandidat Wolfram Kuschke am Schwerter Bahnhof.

„Das habe ich bei anderen Parteien auch schon gesehen“, sagt SPD-Stadtverbandsvorsitzender Michael Schlabbach, glaubt aber nicht an einen gezielten Anschlag: „Wir sehen das eher als Schikane.“ Denn bei der CDU seien beispielsweise die Großwerbungen, die so genannten Wesselmänner, beklebt worden.

Weitaus besser fände es Schlabbach, wenn Bürger ihrem Ärger an den Info-Ständen der Parteien Luft machen würden, anstatt Plakate zu demolieren: „Oder sie könnten Leserbriefe für die Zeitung schreiben.“ Ärgerlich sind die Aufkleber für den SPD-Stadtverbandschef, weil die Plakate immer wieder ersetzt werden müssen: „Das ist richtig teuer.“ Regelmäßig kontrolliere jeder Ortsverband, der das Aufstellen übernimmt, auch deren Zustand.

Für die „Wesselmänner“ dagegen ist der Landesverband zuständig. „Wir haben das gemeldet, aber relativ wenig Einfluss“, so Schlabbach. Für seine Klebetruppe ist indes jetzt richtig Arbeit angesagt, damit alles wieder schön ist, wenn heute Ex-Parteichef Franz Müntefering in der Stadt erwartet wird.

Möglicherweise könnten die Schmutzfinken bei kommenden Wahlkämpfen weniger Angriffsfläche finden. Denn nach der Landtagswahl will sich Schlabbach mit den anderen Parteien zusammensetzen, um die Zahl der Plakate zu begrenzen. Oder die alten städtischen Stellwände wieder hervorzuholen, die jeder Partei eine bestimmte Fläche reservierten. „In anderen Städten bleiben sie anschließend stehen“, könnte sich Schlabbach eine Weiternutzung für andere Veranstaltungen vorstellen, etwa das Kneipenkulturfestival