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Schwerter zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt

Haschplantage im Keller

SCHWERTE Gut versteckt hatte der Schwerter im Keller seines Hauses eine kleine private Haschplantage angebaut. Doch was anfangs dazu gedacht war, seine kostspielige Sucht zu befriedigen, brachte den Mann schließlich am Donnerstag vor das Hagener Amtsgericht.

von Von Jana Peuckert

, 09.04.2010
Schwerter zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt

Die Polizei fand 49 Cannabis-Pflanzen.

Weil ihm sein ständiger Bedarf nach Gras auf die Dauer zu teuer geworden war, hatte der Angeklagte irgendwann den Entschluss gefasst, sich selbst zu versorgen. Nachdem sich der 40-Jährige zunächst ausführlich informiert hatte, war er im Keller ans Werk gegangen. „Ich hatte kein Geld. Ich dachte: Tolle Idee, das kannste ja auch selber machen, dann sparste Geld. Ich hab mich vorher belesen“, so der geständige Schwerter. Für knapp 120 Euro hatte er sich alles Nötige für seine erfolgreiche Zucht besorgt.

Irgendwann flog die Sache jedoch auf. Bei einer Wohnungsdurchsuchung am 23. Februar vergangenen Jahres stießen Polizeibeamte auf eine Dose mit 86,2 Gramm frisch geernteten Marihuanaknospen. Darüber hinaus konnten weitere 9,7 Gramm der Droge sichergestellt werden. Im Keller des Angeklagten dann der Höhepunkt: Fünf prächtig gewachsene, erntereife 80 bis 100 Zentimeter große Cannabispflanzen streckten den Beamten ihre Köpfe entgegen.

Am Donnerstag zeigte sich der 40-Jährige voller Reue. „Das war blöd. Von wegen tolle Idee. Ich bereue das wirklich.“ Das sah auch sein Verteidiger, Rechtsanwalt Andre Hohberg, so: „Er ist reumütig. Er hat erkannt, dass das eine ganz dumme Idee war.“ Außerdem war dem Angeklagte vorgeworfen worden, falsche Nummernschilder an seinem Auto angebracht zu haben. Diese Anklage wurde im Hinblick auf die zu erwartende Strafe wegen der Drogen eingestellt. Der inzwischen drogenfreie Schwerter akzeptierte das Urteil, ein Jahr Haft auf Bewährung, sofort. „Ich bin zufrieden. So etwas wird nie wieder vorkommen“, schwor er.