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Streik bringt dem Bahnhof große Ruhe

SCHWERTE Das Signal, das etliche freie Parkplätze vor dem Bahnhof setzten, trog nicht: Beschauliche Ruhe herrschte gestern Morgen auf den sonst oft so quirligen Bahnsteigen, in der Halle und in der Unterführung. Dabei fuhren die Züge trotz des Streiks des GdL-Personals weitgehend normal.

von Von Reinhard Schmitz

, 12.10.2007
Streik bringt dem Bahnhof große Ruhe

Der Damen-Stammtisch "Die Bären" aus Duisburg konnte planmäßig in seinen Zug nach Willingen einsteigen.

„Wir kämpfen ja eigentlich für dieselbe Sache“, spürte ein Lokführer der konkurrierenden Gewerkschaft Transnet allerdings schon ein komisches Gefühl gegenüber den Kollegen, weil er seinen Dienst im Führerstand anzutreten hatte. Etwas überrascht brauchte Pompea Berretta nur fünf Minuten auf den Zug zu warten, der sie zum Einkaufsbummel nach Hagen bringen sollte. Über die Rückfahrt machte sich die Schwerterin keine Gedanken: „Wenn nicht, fahren ja noch Busse.“Pendler nutzten andere Verkehrsmittel Viele Pendler hatten sich offensichtlich auf den inzwischen dritten Lokführerstreik eingestellt und waren auf andere Verkehrsmittel umgestiegen – sehr zum Leidwesen der Bäcker-Kamps-Filiale. „Die Pendler und Schüler fehlen uns“, klagte Peter Sacharzek, der den Reisenden seit sieben Jahren frische Brötchen und süße Leckereien in die Tüten packt.Vom Streik nichts mitbekommen Mit dem Gebäck stärkten sich wenigstens die Kegelbrüder von „Windstärke 12“ aus Werne, bis der Anschlusszug nach Olsberg einrollte. Auch der Damenstammtisch „Die Bären“ aus Duisburg war zuversichtlich, wie geplant das Wochenende in Willingen genießen zu können. Dagegen hatte der Hennener Kegelclub „Schwarze Füße“ vom Bahnstreik gar nichts mitbekommen. Brauchte er auch nicht. Denn er stieg vom Großraumtaxi in den bestellten Reisebus zur Mosel um.

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