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Streik zwingt Bahnfahrer ins Auto

SCHWERTE Mazda statt Talent-Triebwagen. Zurück aufs Auto umgestiegen ist angesichts des Lokführerstreiks der passionierte Bahnfahrer Klaus Jung.

25.10.2007

Seit 20 Jahren pendelt er mit dem Abo-Ticket zwischen seiner Dortmunder Wohnung und dem Rathaus II. Stets mit im Waggon hat er das Fahrrad, das ihm die Anmarschwege zu den Bahnhöfen verkürzt. „Ich sitze lieber im Zug“, bekennt der Mitarbeiter des Bereichs Raumplanung: „Vor allem vermisse ich das erste Querlesen meiner Zeitung.“ Doch weil die Takte auf der Ardeybahn ausgedünnt waren, musste der „total auf den Öffentlichen Verkehr“ Fixierte notgedrungen auf das Auto seiner Partnerin umsteigen. Auch die nimmt normalerweise die Bahn.Mehr Pendler im Bus „Das ist für mich nur ein kleiner Komfortverlust“, hat Jung Verständnis für die Lokführer, die angesichts ihrer Verantwortung ein minimales Gehalt erhielten. Er sieht auch kein Problem, falls ihm das Auto mal nicht zur Verfügung steht. Dann fahre immer noch die U-Bahn nach Hörde und die anschließende Buslinie 430 der DEW 21 nach Schwerte. Eine Möglichkeit, die auch andere Bahnpendler derzeit nutzen. „Wir haben in sämtlichen Fahrzeugen ein erhöhtes Fahrgastaufkommen“, bestätigt DEW21-Sprecher Wolfgang Herbrand.Ardeybahn fuhr nur im Stundentakt Tatsächlich fuhr die Ardeybahn – so war im DB-Reisezentrum zu erfahren – gestern nur im Stunden- statt im 30-Minuten-Takt. Der Regionalexpress 13 Venlo-Hamm fiel sogar komplett aus. Dagegen verkehrte die Obere Ruhrtalbahn nach Kassel normal, obwohl sie doch eigentlich brach liegen sollte.

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