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Übervoller Schulbus ist nicht das größte Problem

SCHWERTE Übervolle Wagen sind nicht das Hauptproblem im Schulbusverkehr. Drängender ist vielmehr die Sicherheit an den Haltestellen. Dieses Fazit zog Vorsitzender Stefan Daenicke (CDU) aus dem Zwischenbericht zur Schülerbeförderung, den die Verwaltung im Ausschuss für Schule und Sport erstattete.

von Von Reinhard Schmitz

, 14.10.2007

Gefährliche Situationen wie vor der Gesamtschule gibt es immer wieder. Dort turnen und schubsen Kinder sogar auf der Mittelinsel der Straße herum.

Im Blickpunkt der aufwändigen Untersuchung standen die Verbindungen nach Ergste und Villigst. Anhand von Klassenzahlen und Stundenplänen hatte die Verwaltung geforscht, wie viele Schüler zu welchen Zeiten auf einen Bus angewiesen sind.

Sechs fahrplanmäßige Busse reichen aus

Von insgesamt 540 jungen Ergstern und Villigstern, die eine weiterführende Schule besuchen, hatten indes nur 321 eine Fahrkarte gekauft. Für diese Zahl reichten die sechs fahrplanmäßigen Busse aus, erklärte die Verwaltung.

Eng werde es aber, wenn auch die übrigen 219 Schüler einsteigen wollten. Das könnte im Winter der Fall sein, wenn viele Radler auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen.

An der Realschule am Stadtpark indes haben viele Eltern bereits Fahrgemeinschaften gebildet, um auf die häufig verspäteten und überfüllten Busse verzichten zu können.

Nachfragebedarf ernst nehmen

"Wir müssen den Nachfragebedarf bei den Busunternehmen ernst nehmen", betonte Dagmar Berg (SPD). In den Fragen von Ordnung und Aufsicht sah sie - ebenso wie Carsten Böckmann (CDU) - allerdings auch Schulen und Eltern in der Pflicht.

Dort müsse das Problembewusstsein verstärkt werden, hieb Dr. Gernot Folkers (Grüne) in dieselbe Kerbe: "Der Schulweg ist das Haupteingangstor zum Mobbing."

Die Sicherheit lag auch der Verwaltung am Herzen. Wie der Schuldezernent Hans-Georg Winkler berichtete, wurde bereits mit der Arge über den Einsatz von Busbegleitern gesprochen.

Möglich sei der Einsatz von Ein-Euro-Kräften schon, erfuhr er im Gespräch: "Aber ich kann nicht versprechen, ob die Maßnahme auch finanziert werden kann."

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