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Unterricht im Zug der Zeit

SCHWERTE Der Zug der Zeit hatte viele Themen geladen: Eisenbahn- und Städtebau, Klassenkampf und Krieg, Denkmalschutz und Industrie-Entwicklung. Anschaulichen Geschichtsunterricht der ersten Klasse erlebte die 9 b des Friedrich-Bährens-Gymnasiums (FBG).

von Von Reinhard Schmitz

, 13.12.2007
Unterricht im Zug der Zeit

Von einem Besuch bei der Firma Hövelmann & Lueg berichteten (v.l.) Sarah Wulf, Rebekka Rössel und Tjorven Wulff.

Den Wandel im ehemaligen Eisenbahn-Ausbesserungswerk (EAW) untersuchte sie mit ihrem engagierten Lehrer Burkhard Althöfer als „Lokführer“. In Kleingruppen wurden Bücher gewälzt und im Internet recherchiert. Auch die Denkmalbehörde im Rathaus und Firmen wie Hövelmann & Lueg, die heute in den Hallen des EAW produzieren, besuchten die Jung-Historiker.Muster-Siedlung für Arbeiter Neben dem Aufstieg und Niedergang der Dampflok-Schmiede beschäftigten sich die Schüler auch eingehend mit der Kreinberg-Siedlung. Als Arbeiter-Mustersiedlung sollte sie Anfang des 19. Jahrhunderts zur Lösung der sozialen Frage beitragen, betteten Maren Engel, Sarah Müller, Denise Schuhmacher und Caroline Kleinhans die Heimatgeschichte in größere Zusammenhänge. Mit ihren kurzen Wegen zur Arbeitsstätte legte die Wohnanlage aber auch den Grundstein zu späteren Problemen: „Es gibt zu wenig Parkplätze, weil man früher kein Auto brauchte“, folgerte Sascha Pampus. Wirtschaftsförderer Schnellmann zu Gast „Es ist spannend, alles einmal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen“, freute sich Wirtschaftsförderer Dr. Jürgen Schnellmann, der  zur Vorstellung der ersten Ergebnisse ins FBG eingeladen worden war. Mit großem Interesse lauschte er auch den Überlegungen, die fast verfallene alte Anheizhalle für eine neue Nutzung zu erschließen. Siedlung touristisch besser vermarkten Sogar für das architektonische Kleinod Kreinberg-Siedlung hatten die Gymnasiasten einen Vorschlag: Mit sachkundigen Führungen könnte sie touristisch besser vermarktet werden. Man darf gespannt sein, welche Ideen noch bis zur Ausstellung im Technopark entwickelt werden, die im Mai geplant ist. Im September zeigen sie die Schüler noch einmal in der finnischen Partnerstadt Leppävirta. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt das Projekt mit 1800 Euro.

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