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Verbraucherzentrale startet im Juni 2009

SCHWERTE Spätestens 2009 soll die neue Verbraucherberatung in Schwerte eröffnen. Das erklärte gestern Morgen Landrat Michael Makiolla bei einem Termin in der Verbraucherzentrale Lünen.

von Von Heiko Mühlbauer

, 11.03.2008
Verbraucherzentrale startet im Juni 2009

Der Chef der Verbraucherzentrale Düsseldorf, Klaus Müller (2.v.r.), warb für die Beratungsstelle in Schwerte.

Am Abend in Schwerte konkretisierte Rüdiger Sparbrod von der Kreisverwaltung das sogar: "Wir gehen davon aus, dass die Verbraucherberatung am 1. Juni oder 1. Juli starten kann. Voraussetzung ist allerdings, dass die Finanzierung steht."

Kreistag entscheidet über Zuschüsse

Dienstag entscheidet der Kreistag über die Zuschüsse. Doch die Zustimmung gilt als relativ sicher. Die Frage um die Schwerter Anteile an den Kosten, die Bürgermeister Heinrich Böckelühr aufgeworfen hatte, sei ein Missverständnis, so Sparbrod. Der Kreis kalkuliere nicht mit 20 000, sondern mit 39 000 Euro. Außerdem gehe man davon aus, dass der Schwerter Anteil die vom Rat genehmigten 35 000 Euro pro Jahr unterschreiten werde. Rund 26 000 Euro der Kosten blieben an der Stadt hängen, rechnete Sparbrod vor. Allerdings räumte er auch ein, dass sich in der Rechnung noch Risiken befänden.

Rechte der Verbraucher sind heutzutage  Thema

Um noch einmal für die Einrichtung einer Verbraucherberatung zu werben, hatte sich mit Klaus Müller sogar der Chef der Verbraucherzentrale Düsseldorf nach Schwerte aufgemacht. Auf Einladung von Landtagsmitglied Wolfram Kuschke setzte er sich mit Vertretern der Ratsfraktionen am Montag Abend im TechnoZentrum an den Tisch. Die derzeit 54 Beratungsstellen hätten über eine Million Kundenkontakte im vergangenen Jahr gehabt, erklärte er. Dabei sei die Verbraucherberatung weit entfernt von den Haushaltgeräte-Tests aus ihren Anfängen. Es gehe vielmehr meist um Verbraucherrechte. Telefon- und Internetverträge sowie Bau- und Mietrecht seien die Themen, die heute am meisten nachgefragt würden. Die Kunden kämen zwar aus allen Alters- und Sozialschichten, zunehmend würden aber ganz junge und ganz alte Menschen die Beratungen suchen. Außerdem steige der Anteil von Menschen, die finanziell in Bedrängnis seien.

Doch das Projekt Verbraucherzentrale ist nach wie vor nicht unumstritten. Während sich Bürgermeister Heinrich Böckelühr für die Einrichtung eingesetzt hat, ist seine Partei im Rat dagegen. Hauptgrund für die Ablehnung ist der Anteil an der Finanzierung, den die ohnehin gebeutelte Kommune tragen muss. "Wir stellen hier ungedeckte Schecks aus, die unsere Kinder bezahlen müssen", formulierte CDU-Vize Ludger Schüttert am Montag.

 

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