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Vermindert schuldfähig während Messer-Attacke

Urteil

SCHWERTE Für seine ehemalige Freundin muss es furchtbar gewesen sein, als der 49-jährige Dortmunder sie mit einem Messer dazu zwang, für ihn Geld abzuheben. Diese Tat büßt er nun mit einer dreijährigen Haftstrafe und der Unterbringung in einer Entziehungsanstalt.

von von Jana Peukert

, 12.04.2010
Vermindert schuldfähig während Messer-Attacke

Das Landgericht Hagen sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte am 3. Mai 2009 in der Wohnung seiner Ex-Partnerin in Schwerte mehrfach auf die 44-Jährige eingeschlagen hatte (wir berichteten). Anschließend war er der Frau mit einem Kartoffelschälmesser auf den Leib gerückt, um sie dazu zu bringen, ihm ihre Geldkarte auszuhändigen. Schließlich hatte er sein Opfer dazu gezwungen, gemeinsam mit ihm zur Bank zu gehen und Geld abzuheben. Dabei hatte er der Frau gedroht, sie umzubringen, wenn sie seiner Aufforderung nicht folgen würde. In Höhe der Eintrachtstraße war es der Frau jedoch gelungen, zu fliehen und die Polizei zu verständigen.

Aufgrund seines großen Alkoholproblems, eines Teilgeständnisses und der Tatsache, dass es sich aus Sicht der Kammer um eine spontane Tat gehandelt hatte, verurteilte das Gericht den Mann wegen eines minderschweren Falles der räuberischen Erpressung, wegen Nötigung und Körperverletzung. Aufgrund des Alkoholkonsums des Mannes ging die Kammer davon aus, dass der Dortmunder im Zustand verminderter Schuldfähigkeit gehandelt hatte. Wenn der 49-Jährige die Therapie in der Entziehungsanstalt erfolgreich absolviert, besteht eine gute Chance, dass der Rest der Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird.