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Vier Hasen für eine Tigerpython

SCHWERTE Friedlich sitzen die Warane zwischen Bäumen und Sträuchern, solange sich nichts weiter regt. Doch sobald ihnen eine Maus oder eine Ratte über den Weg läuft, legen sie Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 25 Kilometern in der Stunde zurück.

von Von Jacqueline Schneider

, 26.12.2007
Vier Hasen für eine Tigerpython

Die spitzzüngigen Gold-Warane faszinieren auch den jungen Tierpfleger Benito.

Gemeinsam mit Chamäleons, Pythons, Schildkröten und Krokodilen tummelten sich diese spitzzüngigen Reptilien den ganzen Sonntag in der Rohrmeisterei. Natürlich konnten sie da niemandem gefährlich werden, denn als Teil der Reptilienausstellung der Stuttgarter Familie Frank blickten sie den Besuchern durch die Fenster von Terrarien entgegen.Sohn Benito ist zuständig für die Pflege Bereits in der vierten Generation gehören die Schuppentiere zur Familie. Der 13-jährige Sohn Benito ist zuständig für die Pflege der Tropentiere und beantwortete an diesem Tag alle Fragen der wissbegierigen kleinen und großen Besucher. So konnte schließlich ein kleines Mädchen seine Mutter belehren: „Willst du wissen, wie alt eine Schildkröte ist? Dann musst einfach nur die Ringe auf ihrem Panzer zählen!“Warane Schlangen sind Fleischfresser Erschrocken zeigten sich einige allerdings von den scheinbar brutalen Fütterungsmethoden. Denn natürlich sind Warane, Krokodile und Schlangen Fleischfresser und fressen nur Futter, das sich auch bewegt.  Die große Tigerpython etwa nimmt gleich drei bis vier ausgewachsene Stallhasen auf einmal zu sich, von denen sie allerdings dann bis zu acht Wochen zehrt. Doch dafür ist auch Benito nicht geschaffen, er füttert lieber die Warane: „Ich gebe denen am liebsten Mäuse und Ratten, denn die kann ich nicht leiden“, verrät er.Tiere üben Faszination auf die Menschen aus  „Mit Meerschweinchen und Kaninchen füttert sie mein Vater, aber auch der dreht sich dabei ganz schnell weg.“ Am liebsten sind dem jungen Reptilienfreund allerdings die beiden Chamäleons Sandy und Albani, die er mit Heuschrecken, Heimchen und Mehlwürmern füttert.   Trotz ihrer grausamen Natur üben die Tiere doch eine Faszination aus, der sich viele nicht verschließen können. So kommen Benito und seine Familie auch dem Wunsch der vor allem kleineren Gästen nach, die Tiere auch mal anfassen zu dürfen. „Durch den täglichen Umgang mit uns sind sie an Menschen gewöhnt“, beruhigt der junge Tierpfleger ängstliche Eltern. Anders sieht es da wohl mit Tieren in der freien Wildbahn aus. Die würden sich wohl nicht immer mit einer Maus begnügen.

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