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Vollsperrung ohne Umleitung

WESTHOFEN Nicht nur auf der A1-Brücke über der Lenne staut es sich. Darunter herrscht Verwirrung bei Kanu- und Radfahrern über die Vollsperrung der Reichshofstraße und der Ruhr. Und auch die Autofahrer in Westhofen suchen vergebens nach einem Umleitungsschild.

03.08.2007

„Ganz überrascht“ war Hannelore Wagner gestern. Gemeinsam mit ihrem Mann Harri hatte sie sich auf eine Radtour gefreut. Doch die edete erstmal vor einem Durchfahrtsverbot.

 Denn das Ende der Reichshofstraße im Bereich der Autobahnbrücke ist voll gesperrt (wir berichteten). Hier müssen nun Radfahrer absteigen, Autos wenden und sogar die Kanufahrer aus dem Wasser kommen, um die Baustelle zu umgehen.

Die Bauarbeiten waren zwar im Vornherein angekündigt worden, die Umleitungsbeschilderung findet Hannelore Wagner aber „absolut nicht ausreichend“. Vor allem für die Fahrradfahrer gäbe es keine Hinweisschilder. „Da ich ortskundig bin weiß ich ja, dass ich in Richtung Garenfeld über die Ruhrbrücke ausweichen könnte, aber was macht der, der das nicht weiß?“, fragte sie sich.

 Kein Wunder also, dass viele Radler das Verbotsschild einfach „übersehen“, kurz absteigen, über den Bürgersteig ausweichen und weiterfahren.

Autofahrer können das nicht. Wer von der Dortmunder Seite kommt findet an der Westhofener Straße Ecke Syburger Dorfstraße ein Umleitungsschild. Wer aber aus Westhofen kommt, steht erstmal ahnungslos vor dem Durchfahrtsverbot.

Zwei Autofahrer wendeten irritiert, während Hannelore und Harri Wagner mit Helmut Emmerich über einen alternativen Radweg fachsimpelten. Der passionierte Radfahrer aus Hagen stimmte den Wagners zu: „Es ist keine Umleitung ausgeschildert, die Straße ist frei und ich komme unter der Brücke durch. Wieso sollte ich da ausweichen?“, sagte er.

Negative Auswirkungen hat die Baustelle auch für Martina Bovensmann, Geschäftsführerin der Lenne-Ruhr-Kanu-Tour. „Wir können zur Zeit keine Touren Richtung Hengsteysee durchführen“, sagte sie. An der Baustelle müssten die Kanufahrer aus dem Wasser steigen und die Sperrung umlaufen – ein Umweg von gut 700 Metern. „Das ist zu strapaziös“, so Bovensmann.

Die Bauarbeiten sollen laut dem Landesbetrieb Straße etwa im Oktober abgeschlossen sein. Dann allerdings endet auch die Kanu- und Radsaison.

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